Vorwort.
Dem 3. Bande des Briefadeligen Taschenbuches steht daS Bild Sr. Ex-zellenz des Kgl. bayer. Generals der Kavallerie Emil von Lylander voran.
Diese neueste Ausgabe hat uns eine — übrigens angenehme — Über-raschung gebracht. Wir hatten, nachdem wir im 1. Bande die Genealogievon 500, im 2. die von weiteren 300 adeligen Familien veröffentlicht hatten,gehofft, den Bestand im Jahrgang 1909 um etwa 150—200 Geschlechter ver-mehren zu können. Wenn es weit über 300 geworden sind, so dürfen wirwohl daraus schließen, daß das Bedürfnis, ein genealogisches Taschenbuchdes Diplomadels zu schaffen, in recht weiten Kreisen verbreitet ist. In derTat haben wir manche erfreuliche Beobachtung gemacht; vor allem zeigtsich bei vielen Familien, namentlich bei solchen, deren Genealogie schonveröffentlicht war. das eifrige Bestreben, das Vorhandene auszubauen unddie Lücken zu ergänzen.
Immerhin haben wir noch gewisse Wünsche. Öfters machen wir die Er-fahrung, daß unS das Hinscheiden eines — schon seit Jahren verstorbenen —Familienmitglieds gemeldet wird, das in den ersten Jahrgängen als nochlebend verzeichnet war. Einen solchen Irrtum muß die Familie doch kennenund sollte ihn bald nach dem Ereignis berichtigen. In Verlegenheit geratenwir oft, wenn Sterbcdaten hinter einer verheirateten Tochter angcfügtwerden, ohne daß sich der Meldende die kleine Mühe macht, anzugeben— sie -f- oder er -ß —, auf wen, ob auf die Tochter oder deren Gatten, sichdie Nachricht bezieht. Auch bitten wir dringend, die Korrekturblätter, selbstwenn nichts Neues zu vermelden ist, unter allen Umständen an uns zurück-gehen zu lassen. Ist doch die Rücksendung für uns daS einzige Mittel, umerkennen zu können, ob ein Geschlecht wirkliches Interesse an der Veröffent-lichung seiner Genealogie hat. Daß wir die Angaben über eine Familie,die leilnahmlos zur Seite steht, nur in großen Zwischenräumen veröffent-lichen, wird uns niemand verdenken.
Noch eins. Wir erhalten nicht gerade selten die in mehr oder wenigerverbindliche Formen gekleidete Bitte, manchmal auch die schroffe Aufforderung,