Jahrgang 
Siebenter Band. 1893.
Seite
432
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lo- JjiUerarisches.

Verzeichnisse der Präfecten beider Anstalten von VV2\ —1778, derRektoren des Colleg'iiuns sowie der Catalogus personarum et offici-onim von 1760/70, der zugleich einen Blick in die vielseitigeThätigkeit der Düsseldorfer Jesuiten gewährt, lieber das innereSchulleben dieser Zeit giebt es leider nur wenige Nachrichten.Für die am Schluss des Schuljahres zur Vertheilung kommendenPrämien zahlte der Kurfürst jährlich SOKthlr. und mehr; hervorzu-heben sind ferner die dramatischen Aufführungen der Schüler(S.31ff.) — Nach der Aufhebung des Ordens übernahm die kurfürst-liche Regierung den Unterhalt der Schule aus den eingezogenenEinkünften, welche die Hofkammer verwaltete. Die Leitung desSchulwesens wurde einer aus Mitgliedern des geheimen Ratheszusammengesetzten Schulcommission übertragen. Diese bestimmte1774 für die Schule, welche von den Ex-Jesuiten oder Congregatio-nisten weitergeführt wurde, einen neuen Lehr- und Instructionsplan,der durch seine Ausführlichkeit ein klares Bild der jetzt auf 4 Klassenbeschränkten Anstalt giebt. Es begann die, Zeit des Rückganges.Wegen Mangels an geeigneten Lehrkräften wurden 1787 dietheologischen Vorlesungen den Düsseldorfer Franziskanern über-lassen. 1803 wurde die Congregation aufgelöst. Die jetzt „Lyceum"genannte Schule wurde aus dem nun ganz für Regierungszweckebestimmten Jesuitenkloster in das der Franziskaner an der Citadelleverlegt, und zu den geistlichen traten allmälig auch weltlicheLehrer. Napoleon hatte vor, sie 1811 zu einem vollständigen Lyceumnach französischem Muster mit 8 Professoren und einem staatlichenPensionat zu erweitern; im Auftrage seines Ministers, des Grafenvon Nesselrode, entwarf Kortüm eine Reorganisation der Anstalt.1813 hatte das Lyceum 4 Klassen und eine Vorbereitungsklasseund war von 13!) Schülern besucht. Mit dem Beginn der proussischenHerrschaft wurde es unter Kortüm's Leitung in das heutige könig-liche Gvuinasium umgewandelt. e.