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Legenda aurea, deutsch
Seite
LXXXIXr
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Germano

LXXVIX.

tod. Der troung achteten ſy nit vnd ſpurtztenan den abgot. das thet Daleriano zoren vndhieß ſy nacket abziehen. vn̄ nam in dye koſpernkleyder vnd band ſy an em ſeul vnd ſchlug ſyemit geyſeln dz das blut von in floß. das lydenſy gedultigklichē vnd ſprachē ir gebet zu got. Da nun der richter ſah dz ſy des ſchlahēsnit achten vn̄ iren gelaube nit woltē laſſen dzthet im zoren vnd bracht ſie in einen tyergartēdarinn waren zwen lewen vnd zwen beren. vn̄meynt ſy wurden dy heyligen freſſen. da wasvnſer herre got mit in vnd halff in das ſich diewilde tyer alle gutlich fuͤr ire fuͤß legtē rechtſam ſy ir huten wolten. Da das d̓ richter hoͤrtdas thet im zoren vnd hieß ſy enthaubten. Da

furen ir ſel zu den ewigē frewdē. da hieß manirer leychnam huͤten biß an den vierdē tag. dakam ein guter man der hieß Quirinus d̓ ſtaldie leychnam vnd thet ſy in einen ſarch vnd begrub ſy in ſein ſelbs hauß. da lagen dyheyligēbiß das Conſtantinus keyſer ward. da erhubman ſy vnd beſtattet ſye mit wirdigkeit in denkirchoff ponciani. Die lieben heyligen gabenir leben vnd ir reich vmb dz ewig leben. da hetten ſy es wol verkaufft. Nun biten wir dy lieben heyligen das ſy vns auch vmb got erwerben das wir vns auch mit in frewen werdē iudem ewigen leben Amen.Von ſant Germano

Ermanus der wasder aller edelſt in der ſtat antiſiodosro von geſchlecht vn̄ was wolgelert.vnd zog darnach gen Rom vnd wolt lernē dykunſt von den rechten. da ward er gar wol gelert in den ſyben freyen kunſten vnd ward alsbald wolgelert vnd als wirdig. das in d̓ ſenatzu gallias ſandt. da empfieng er das hertzogtumb vber alles land in burgundia vnd richtetdie ſtat antiſiodoro fur all and̓ ſter mit vleyſauß. Nun ſtund ein viechten baum mitten inder ſtat. an des baums eſte hiengē ſie des wildes haubter dz ſy vienge zu einem wund̓ dasman ſehe das ſy ſein als vil viengen. Nun wzAmator biſchoff in der ſtat dem ſelben geuieldy pppigkeit vbel vnd ſtraffet ſie darumb. vndhieß den baum abhauen des wolt ſant germanus nit geſtatten. vnnd eins mals da was ſant

Germanus auß geritten da hieß der biſchoffden baum abhauen vnd hieß in verbrennen. vn̄da das Germanus hoͤrt da ward er zornig vn̄meynt den biſchoff darumb zu toͤtten. aber d̓biſchoff weſt von dem einſprechē gottes woldz germanus nach im biſchoff wurd vn̄ flochvor im vnd kam zu auguſtudunu. Darnach kam er wider zu ſeinem biſtumbvnd verſperret Germanu in der kirchen vn̄ beſchar in da. vn̄ ſagt im dz er nach im biſchoffwurd als auch geſchach. Wann der biſchoffſtarb ſchier darnach ſeligklichen. da wolt dasvolck darnach germann neuer zuͦ einē biſchofhabē. da pflag er des ampts mit vleyß vn̄ mitgroſſer demutigkeit vnd dieuet got mit vleyßtag vnd nacht. vnd gab vil durch got vnd keſtiget ſeinē leyb wol dreyſſig iar. vn̄ aß nit brotsvnd tranck nit weyn vn̄ aß weder oͤl noch ſaltz