Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
LXXXVIIIr
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Implicius vnd ſeinbruder Fauſtinus die waren criſtenvnd hetten got lieb vnnd dienten immit vleyß tag vnd nacht mit beten mit vaſtenmit wachen vnd mit vil ander guter vbung. Iu den zeyten da wz Dyoclecianus leyſerder aͤchtet die criſten ſer vnd hieß ſy vahē vndtoͤten wo man ſy ankem. Da horet er von ſimplicio vnd von ſeinem bruder Fauſtino das ſycriſten waren. da hieß er ſy auch vahen vnd inden kercker legen. dz thet man vnd leget ſy gatſchwerlich gef angen vmb criſten gelauben. vn̄die Roͤmer hetten ir ſpil mit in vnd zugē ſy alle wochen ein mal auß dē kercker. vnd ſchryenvber ſy vn̄ ſchlugen ſie das dz blut von in ranvnnd muſten auch ſunſt gar vil leyden hungerfroſt vnd durſt. vn̄ liden es gern durch got. vn̄da ſy ſahen das ſy iren gelauben nit woltē faſſen da ſpotten ſy ir vnd ſprachen. dy ſchleg machen euch geſundt. vnd da man ſy nun vaſt geſchlagen het das ſy gar kranck waren. Da gebot d̓ keyſer. das man in die haubter abſchtuͤgvnd das man dan̄ ir leychnam in dz waſſer tyberim wurff. vn̄ man thet nach des keyſers gebot vnd ſchlug in ire haubt ab dz lyden ſy gerndurch got. vnd furen ir ſele zu den ewigē frewden. Darnach warff man ire leychnam in daswaſſer tyberim. Nun hetten die heyligen ein ſchweſter dyhieß Beatrix die was ein criſtin vn̄ dienet vnſerm herren mit vleyß tag vnd nacht. der wasgar leyd das man irer bruder leychnam in daswaſſer geworffen het. vnd nam die zwen prie-

ſter mit tr Cripinum vnd Iohannē vnd giengen mitemander zu dem waſſer vnd baten vnſern herren das er in hulff das ſy die leychnāfunden. da gewert ſy vnſer herr. vnnd halff indas ſy die leychnam funden. da wurdē ſy garfro vnd begruben ſye zu dem weg protuenſi.Nun was auch ein gute fraw. dye het vnſernherren gar lieb vn̄ dienet im mit vleyß dy hieſlutina bey d̓ ſelben frawen beleyb beatrix wolſiben monat. vnd lebten beyd nach gottes lobda was auch got mit ſeinen genade mit in. vn̄furſah ſie mit ſeiner guͤte. wan̄ in brachtē zwukraen alle tag ir leibs narūg. Nun ſaß ein vngelaubiger man nahent bey in der hieß Lucrecius. der was den criſten gar veind. vnd hett d̓frawen eine gar geren gehabt vnnd fraget ſyob ſy ein criſtin were. da ſprach ſy ya. Da vieman ſy vnd wolt ſie zwingen das ſy dē abgotopffert. Da ſprach ſy du weyſt wol dz ich eincriſtin bin. darūb wil ich dē abgoͤttern nit opffern wann ſy ſeind boß geyſt ich wil mich criſto opffern dem almechtigen got dem wil ichdienen ſo wirt mir das ewig leben. Da ſprachLucrecius vnd leſſeſt di deinen vngelaubē nitſo muſt du gar villeydē. da ſprach dy fraw ichfurcht mir nit vmb ein har. das thet Lucreciozorn vnd hieß ſy in den kercker legen vnd hießſein diener das ſyß in der nacht toͤten ſoltē. vn̄das teten ſy. da fur ir ſel zu den ewigen freuden. Da vnderwand ſich Lucrecius ires gutsWanner hett ſye darumb getoͤt. das rach gotan ir.