Reyſer Heinrich
.LXIII.
gethan. Da ſpruch ein ſlym̄ zu ſant kungund.Nun biß fro deiner keuſcheit. vn̄ gee kuͤnlichen fur dich. Wann maria dye keuſch meyd wildein helfferin ſein vn̄ alſo gieng ſant kungūdauff dy eylff gluent ſchar. vnd ſtund auff demzwelfften als auff einem kuͤlen tawe. vnd alsbald ſie von den ſcharen tratt als bald furē ſyalle zwelffe tieff in das erdtrich. Da ſahen alle menſchen das ſy vnſchuldig was. Da viel irder keyſer zu fuſſen das ſy in zu genaden ließkummen. Da ſprach ſy. ir habt mein huld bittetgott vmb genad. Da ſprach d̓ keyſer fraw ichwil euch des leydens ergetzen ſo verr ich kan.Da wurden die furſten all fro. vn̄ das d̓ veindſant kungund zu ſchandē hett erdacht dz kamir zu groſſen erē. wan̄ man vand ſy furbas alsein meyd vnd eret ſy noch all zeyt fur ein iunckfrawen. Nun hett der keyſer einē bruder derhieß braun. der was ein biſchoff vnd was derkeyſer guͦtes thet. dz het er im als fur vbel. vn̄widerredt es vnd machet das dy leut wider intheten. das vertrug er im gutlichen. wan̄ er wztugentlich vnd was got mit im.Eins mals kam der keyſer in Polener landdas ſie dem Reyſer muſten zinſen. da ward ergar ſiech an dem ſteyn vnd forcht er muͤſt ſterben. vnd was man in ertzneyet das halff allesnit. das leyd er alles gedultigklichē vn̄ ſprachGot wil mich mit dem leyden demuͤtigen vndkam zu dem lieben herren vnd heyligen ſantBenedictē vn̄ rufft in inigklichē an vn̄ bat indz er im vmb gott erwurb dz er geſundt wurdan leyb vnd an ſel vnd weynet ſer an dē gebet.Da er nun danne giēg. da gedacht er im. ſantBenedictus leychnam wer nit da. wan̄ er hetvor gehoͤrt er wer geſtolen worden. vn̄ kam damit in ſein herberg vn̄ wz muͤd vnd entſchlieffDa erſcheyn im ſant Benedictus. vn̄ trug einkleines ſcharpffes eyſen in ſeiner hand. damitman den ſteyn ſchneydet. vnd gruſt dē Reyſervn̄ ſprach zu im. Seyt du zuͦ got gehoffet haſtvnd zu mir. ſo hat mich got zu dir geſandt dasich dich ertzneyen ſol. vnd laß mich dich darumb ſehen. das du nymmer zweyfelſt. vnnd zueinez vrkund ſo wirſt du geſundt. vnd ſchneydim da den ſteyn gar ſenfftigklich herauß. vndzehand gieng im dye wund wider zu das manim neur noch ein kleynē maſen ſah. vnnd legetden ſteyn dem keyſer in ſein hand. da erwacht
er vn̄ gedacht im ob es im getraumt hett. oderob es war were. Da fand er den ſteyn in derhand. da ward er gar fro. vnd rufft dem kammerer. vnd ſandt in nach vil furſten. da kamenſy. vnd ſahen das groß wunder. da ſprach derkeyſer zu in. Lieben herren ir ſoͤlt gott vnd ſeinlieb heyligen mit mir eren vnd loben. wan̄ gottes ere iſt großloͤblichen on ende. Vnnd vberdie demutigen erbarmet er ſich vnd vber dyehoffertigen ergeet ſein gericht. Geſter wasich halber tod vnnd heut bin ich wolgeſundt.vnnd ließ ſie den ſteyn ſehen vnnd die maßen.vnnd ſaget in wie der heylig herr ſant Benedictus im geholffen hett. Da wourden ſye allegar fro¶ Darnach gab er ſant Benedietus Cloͤſtervil guͦttes die im gelegen waren. vnd ſchied davon dannen vnd eret den heyligen furbas mitvleyß. Darnach kam der keyſer zu dem Babſtvnd ſaget im wie im ſant Benedictus geholffen hett. da dancket der Babſt got. Darnachhat er den babſt das er zu Bamberg keme vn̄im ſein muͤnſter weyhet. vnd dz er des ſtifftesein beſchirmer were. vn̄ des zu vrkund ſolt imder biſchoff von Bamberg alle iar ein weyßPferd ſenden dz wol bereyt wer mit zaum vn̄mit ſattel als es dem babſt wol gezeme. Alſoreyt der Babſt gen Bamberg ein. vnd kam d̓keyſer auch dar. An dem antlaß tag fruͤ ee madas ambt begieng da ſchicket d̓ keyſer dz vierkoͤr gegen dē babſt ſungen vn̄ in mit einer proceſſen ſchon empfienge vnd trugē groß heyltumb gegen im vn̄ darnach furt der keyſer dēbabſt in des biſchoff ſtuͦl vnd ward das amptſchon volbracht. als es dem tag wol zimpt mitzwelff biſchoffen vnd dy andern ampt begiēger auch mit andacht vn̄ mit eren. als er billichſolt. Vnd an dem Oſtertag zu der mettē laßein Patriarch die erſten letzen. vn̄ die andernletzen laß ein biſchoff. vnd die dritten letzenlaß der Babſt vnnd begieng auch das amptſelber mit groſſer andacht vnnd mit groſſeneren. Ich meyn das wir als zu keiner erwirdigern metten mer kummē als zu der. Vnd darnach weyhet d̓ aller heyligſt vater d̓ babſt dzhochwirdig muͤſter. vn̄ gienge nach im zwenvndſybentzig biſchoff dye zud̓ hochzeyt darwaren kūme. vn̄ gab in d̓ babſt groſſen ablaß.vn̄ thet in vil genadē als wir offt gehoͤrt habē