Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
LIIIv
Einzelbild herunterladen
 

Bonygnic

Nden zeyten da Beciuskeyſer was. da aͤchtet man die criſten gar ſere.dauon kam der Reyſer zu dem teyl Effraſim.vnd zerſtoret die criſten auch da vnd was kirchen got zu lob da waren gemacht. dy hieß erein teyl zerbrechen. vnd toͤttet die criſten vn̄ leget ſy vil marter an. Nun waren ſiben man̄ inEpheſo die forchten den todt ſerc. die hieſſenMalchus. Maximianus. Serapion. Marcimonus. Conſtantinus. Dyoniſius. vnd Iohānes. Die ſiben forchten den todt als ſer dz ſiealles verkaufften das ſy hetten vnd namen dzgelt mit in vnd fluhen auß der ſtat vnd kamenin einen berg der hieß Celeon. vnd ſandten yeeinen in die ſtat nach ſpeyß. Da ſaget man ineins mals man toͤttet die criſten ſere vnd manſuchet ſy vberal. das was in gar leyd. vn̄ legtēſich mie traurigem gemuͤt nider vn̄ entſchlieſfen. Iehād ward dem keyſer geſaget das dieman in einen berg weren gegangen. das thetim zorn. vn̄ hieß ſie darin vermauren. vn̄ meintſy ſolten hungers ſterben. vnd alſo wurden ſyvermaurt. Da reytt der keyſer wider gen romvnd ſtarb. da verkeret ſich ſein geſchlecht. vndward ye einer nach dem andern criſten. biß antheodoſiū d̓ was auch ein criſt. Iu den zeyten da wuchs criſten gelaub ſere. Nun het talus ſich mit hauß zu dē berg geſetzt vnd hießim vil ſtell machē vmb dē berck wan̄ der bergkwas ſein. vnd brach dy mauer nider dz man zuden ſtellen mocht kummen. Da hetten nun dieſyben man̄ mer den dreyhundert iar geſchlaffen dy erwachten da als es got wolt. Vnd daſy erwachten da hieſſen ſy malchū nach ſpeyßgeen. da nam er pfennig zu im vnd ſtellet ſicharmigklich. Vnnd da er auß dem berg gieng.da ſah er ſteyn vor dem loch ligē. da ſprach er.Welcher veind hat die ſteyn her bracht. Vndwundert in wy ſy dar weren kummen vn̄ kamzu der ſtat Epheſo. da was ſy verwandelt desroundert in gar ſer das es alles anders wasworden. Da hort er auch got offenlichē nennen des man vor nit het getan. Da gieng er zuden brottiſchen. vn̄ nam ſein pfennig herauß.vnd wolt brot darumb kauffen. Vnnd da diebecken die pfenning ſahen. da ſprachen ſy. duhaſt weunderlich pfenning. es lebt nyemāt merder den pfennig kennt. da weſt er nit wz er reden ſolt vnd weint vnd ſprach. Nun was icherſt geſten hiē. da man ſant Peter vnnd ſont

Pauls ertotet. da nam man die pf enning. vndhewt will man ir nit. da ſprachen ſye. du ſageſtwunderliche ding. dy wir weder geſehen nochgehort haben vnd alſo luffen vil menſchen zu.Da forcht er man furet in fur dē keyſer Decium. Darnach vieng man in vnd furt in fur dērichter antipater. vnd fur den biſchoff Maximum vnd zeygten im die pfenning vn̄ ſprachēDu mageſt wol einen ſchaez haben gefundenden ſolt du mir zeygen. Da wayn̄et Malchusſere vn̄ ſprach. das gelt dz ich hab dz ließ mirmein vater. Da ſprach er. nen̄ mir deinen vaterob ich in icht ertene. dz tet er. da ſprach d̓ richter. nun hoͤr ich wol dz du ein truͤgner biſt. wan̄d̓ lebet bey des keyſers decius zeytē. da wurdēauch die pfenning geſchlagen. ſo biſt du nochein iunger man. vnnd biſt kaum zweintzig iaralt. Da fraget Malchus wo der keyſer Decius wer. da ſprachen ſie. er iſt vor vil iaren todtDa ſprach Malchus. Wol mir dz es ſich verkert hat. Darnach bracht man in ein buch darinn funden ſy. das ſein waren dreuhundert iarvnd zweyvndſibentzig iar. Das nam Malchūwunder vnnd ſprach. Ir ſolt mit mir geen zudem berg Celeon zu meinen geſellen. vnd reden ſy als ich ſo ſoͤlt ir mir gelauben. Vnd alſo giengen ſy mit im zu dem berg Eeleon zuſeinen geſellen vnd kamen fur das loch. Nunhet Theodoſius an einer bleyē tafeln geſchriben. wie ſy Decius vertriben het. Die tafel wzin der mauer. vnd laß ſy wer ſy leſen wolt. vndalſo giengen ſie mit einander in den bergk zuden heyligen. da waren ſy als ynnigklichen vn̄als wolgefarb das ſye des wunder namē. deswurden ſy ſer erfreuet. vn̄ redten die ſechs alsMalchus geredt het. Da hieſſen ſy es dē keyſer theodoſio ſagen. da er das hoͤrt. da kam erzu den heyligen zuhand. vnnd viel in zufuſſen.da zogen ſy in wider auff. da ſagten ſy dē keyſer vil alter ding dy geſchehen waren. Da gebot der keyſer den iuden vnd den ketzern allēdas ſy darzu muſten kummen dy der vrſtendnit wolten gelauben vnd ſaget den ſiben heyligen wie ſie nit gelaube woltē das d̓ menſchnach diſem leben wid̓ aufferſtund. da ſprachēdie heyligen alle geleich. Wir ſagen euch warlichen das der menſch nach diſem lebē widermuͦß erſteen. vnd muß fur gottes gericht kummen. Da gebot der keyſer. wer das nit gelauben wolte den ſolt man toͤten. da dz die ketzer