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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLXVr
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dernanduntz

Adie zeyt kam dasdie wirdig Iunckfraw Maria beyvierzehē iaru wz. da wolt man ir ei-nē mā habē gegebē nach d̓ Iudē gewonheytDa ſprach ſy. ich hab alle tag mein keuſcheytbehaltē. vn̄ hah got gelobt ich woͤll ſy behaltedie weyl ich lebe. Vber ſolliche vernuͤfftigewort kundē dy brieſter des tēpels d̓ wirdigeniunckfrawen Warie nichtz geantwortē. vn̄ ſygiengē zuͦ rat wz in dē ſachē zethun wer. wan̄in̄ dē ſelbē zeytē d̓ altē ee ſolich gelubt nit gewoͤniglichē was reynigkeyt des leybes zubehalten. Auch ſo woltē ſy d̓ iunckfrawe marienit noͤtten ſoͤlich gelubd zubrechē. Da wz eynerfarner d̓ geſchrifft vnd̓ in d̓ ſprach. Es iſtgeſchriben wz man got gelobt dz ſol man halten vn̄ ſol ims leyſten. dauon ſullē wir got mitvleyß bitten das er vns zuerkennē geb wy witmit d̓ iunckfrawen ſollen tun. Der ratt geuielin allen wol vnd betetē mit groſſem vleyß. dakam ein ſtym von got in̄ dē tēpel dz hortē alledie da warē die ſprach. Alle die man̄ die vonDauds geſchlecht ſein vn̄ noch nicht haußfrawen habē die ſollē all in̄ den tēpel kummēvn̄ ſol yeglicher ein duͤre gertē bringē. ſo ſultir mit vleyß mercken wes yegliche gert ſey. vn̄welichs gert bluet vn̄ blumē bringet vn̄ d̓ heylig geyſt darauff ſitzet dē ſol Maria zu einerfrawen werdē. Da kame vil man̄ dar vn̄ yeglicher hoffet ſein gert wurd bluen. vnnd manwuͤrd im Maria vermeheln. da ſy lang gewarteten. da kam dy ſtym̄ aber von got vn̄ ſprach.Es iſt einer geborn von Dauids geſchlecht d̓heyſt Ioſeph vn̄ ſitzt zu Bethlehē d̓ iſt Marie wirdig. wan̄ er iſt gerecht vnd dienet gottmit vleyß. vn̄ iſt als demutig dz er ſich vnwirdig duncket. darum iſt er nit hye. da ſandtē dybrieſter nach im. da wz er zuhandt gehorſamvn̄ kam mit ſeiner durren gertē in̄ den tempelda gieng im der brieſter entgegē vnd nam imdie gerten auß der handt vn̄ trug ſy zu dē altar zu den andern. da gewan̄ ſy zuhandt blumen vn̄ d̓ heylig geyſt ſaß darauff ſihtiglichēin einer tauben geſtalt. da dancktē ſy got mitgroſſen freudē. vn̄ die brieſter gebotē ioſepher ſolt Mariā nemen zu einē gemahel. vn̄ ſolt ̓irer keuſcheyt huten vnd ſolt ir eelich trew erzeygen. da ſprach Ioſeph. des bin ich vnwirdig. doch wil ich got vnd euch gehorſam ſein.vn̄ als ich got mein keuſcheyt gelobt vnd be-

haltē hab biß her alſo wil ich ſy mit ir behaltēbiß an meinē tod. Alſo gaben dy brieſter Mariā vn̄ Ioſeph zeſammen nach dē geſetz d̓ ee. Nach dē fur Ioſeph heym vnd bereyttelſich zu der wirdigen hochzeyt. Es was not dzMaria Ioſephs gemahel wuͤrd dz dē boͤßengeyſt verborgen belib wie die gotheyt vō maria die menſcheyt nemen wolt. Ir ward auchIoſeph von got gefuget das er ſie vn̄ ir kindbeſorget vn̄ in mit trewen vor wer. Da nun dygenadenreych hochzeyt kummen was dz gotder hymliſch vater anſah die keſtigung vn̄ dzleyden in das vns Eua hett bracht dz wolt erwiderbringe an d̓ wirdigē iunckfrawen Maria dy er im auß allen creaturen darzu außerwelt. darum ſo ſaudt er ir ſeinē wirdigē botēden gefurſten engel gabriel. vn̄ da er zu ir eingieng. Da ſprach er zu ir mit ſolchen worten.Gegruſſet ſeyſt du vol genaden der herr mitdir. Da erſchrack ſie vnd gedacht ir wz er mitdē gruſß meynet. da ſprach er. Maria furchtdir nit du haſt genad fundē vor got. du wirſtſchwanger vnnd gebirſt einen ſun den ſolt duheyſſen Ieſum. der wirt groß vn̄ wirt geheyſſen ein ſun des allerhochſtē. d̓ herr gibt im dēſtul dauids ſeines vaters vnd wirt regyren in̄dem hauß Iacobs ewiglich. vnnd ſein reychnympt nymmer end. Da ſprach Maria zu dēengel. Wie mag das ſein. beken̄ ich doch keynen man. Da ſprach der engel. d̓ heylig geyſtwirt herab kummen in̄ dich. vn̄ dy krafft desallerhochſtē wirt dich vmbſchattē. darum dzheylig dz von dir geborn wirt dz wirt geheyſſen der ſun gottes. vn̄ nymwar dein mum Elizabeth die iſt eins kinds ſchwāger worde dziſt yetzund d̓ ſechſt monat das ſy ſchwangerward dy da heyſt vnberhafft. wan̄ kein dingiſt vnmuͦglich bey gott. da ſprach ſy zu dē engel. nymwar ein dienerin des herren mir geſcheh nach deinē wort. vn̄ in dē ſelben puncktda maria die keuſch iunckfraw ſprach. mir geſcheh nach deinē wort. da ſandt ir got d̓ vatervon hymel in iren magdlichen leyb ſeinen ſunweſenlich vnnd perſoͤnlich. vnnd das er wasdas belyb er. vn̄ das er nit was dz nam er anſich. wan̄ der heylig geyſt wircket in̄ dē ſelbennun von iren teynſten blutztroͤpfflein dy mēſcheyt. dÿ nam an ſich die ewig gotheyt. vnnvereynet ſich damit. vnd das ewig wort war.in i. da ward die alerwirdigſt ine