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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLXIIIIr
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Quirino

CCIIIIIII

der hieß auch Philppus vnnd da er ſiben iarwas keyſer geweſen. da machet er ſeinen ſuneben gewaltig mit im. da gewan er aber einēſun. der was der lieb herr ſant Quirinus. Iuden zeyten da wuchß der chriſten gelaub gatvaſt in dem land. da ließ ſich d̓ keyſer tauffenvnd ſein fraw verwandelt iren namen. vn̄ hießſich Gerumea vn̄ taufftē auch ire zwey kindvnd alles ir geſind. vn̄ taufft ſy der babſt Fabianus. Darnach gebot der keyſer d̓ heyligencriſtenheyt frid. Da das Decius hort. da hießer den keyſer Philippu vnnd ſeinen ſun Philippu toͤdten. das theten die diener. da furenir ſel zu den ewigen freudē. des ſelbige malswas ſant Quirinus ſiben iar alt. da verbartin ſein muter heymlichen das man in nit auchtoͤdtet. da leyd er wol zweyntzig iar vil verfolgung vmb criſten gelauben biß zu den zeytendes keyſers Claudij. der wz auch vngelaubigvnd gebot auch das man alle criſten menſcheſolt zwingen das ſy den abgoͤttern ſoltē opffern. vnd das ſy des namen Ieſu criſti verlaugen ſolten vnd wer dz nit thun wolt den ſoltman mit vil marter peynigen.Iu den zeyten fieng man ſant Quirinumauch vmb criſten gelauben. vnd furt in fur gericht. Da ſprach der Richter zu im er ſolt denabgoͤttern offern. das wolt er nit thun. dz tetim zorn. vnd hieß in offt ſer geyſeln. das leyder gedultiglichē. Darnach legt man in in̄ denkercker. dennocht wolt er criſten gelauben nitlaſſen. da das der richter hort das er als ſteetan got was. da hieß er im ſein haubt abſchlahen. da fur ſein ſel zu den ewigen freuden. dakam ein gelaubiger man der hieß Morius. d̓het im vor guͤtlich gethan in dem kercker. Daſagt man im man het in ertoͤdt vnd het in mudas waſſer Cyberim geworffen. vnnd er werin ein inſeln gefloſſen. da was im gar leyd vm̄in. wan er weſt wol das er ſeines vaters Reyſerlichen erbs vmb criſten gelauben beraubtwas worden. vn̄ kam mit dem ſeligen brieſterPaſtor dar. vnnd gewunnen ſeinen heyligenleychnam auß der inſeln. vnd begruben in innden kirchhoff Panciam an dē achten tag desmonats Aprilis. An der ſelbigen ſtat thet vnſer herr gott gar groſſe zeychen durch ſeinendiener. die blinden wurdē geſehent. dy krummen gerad. vnd die tauben gehoͤrent. vnd dieſlimnen redend vnd lobten got vnd dy ſun-

derſiechen reyn vnd alle ſiechen empfiengenheylſam ertzney bey ſeinem grab. vnd da gotals groß wunder vnnd zeychen durch in thet.da kam ſein leumud verr in̄ die welt. Da ſprachen die rattherren zu Rom vnnd alles volck.er wer der groͤſt vnd d̓ genedigſt heylig nachden zwelffpoten.Iu den zeytē ware zwen furſten vō beyernder ein hieß Albrecht der ander Otherius dywaren bruͤder. Nun het Otherius einē iungen ſun. den thet er in̄ des kunigs hoff Pippini vnnd eines tags da ſpilet des kunigs kindvnd Otherius ſun miteinand̓. da ward otherius ſun von des kunigs ſun vndaucks ertoͤdt.des erſchrack der kunig gar ſer. vn̄ ſandt nachdem furſten Otherio. vn̄ ſprach zu im vor dēfurſten allen. wie ſol man einem ding thun dzgeſchehen iſt vnd das man nit widerbriugenmag. Da ſprach der furſt Otherius. das ſolman von gantzem hertzen vergeben. da ſagetim der kunig das ſein ſun tod wer. da ward erſer betrubt. da hetten nun dy zwen bruͤd̓ beydnit erben. da erwelten ſy in got vnd ſein heyligen zu erben. vnd bauten ein kirchē in̄ der eredes heylers aller welt bey dē waſſer tegrus.vnd bauten ein munichs cloſter dahey dē ſelben munichen gabē ſie alles des ſy bedorfftē̓vnnd kamen darnach zu dem babſt zacharisvnd erten in mit koſpern gaben vnnd baten indas er in heyltum gebe. Iu der zeyt was der babſt in groſſemleyden von den heyden. wan̄ ſie hette die ſtat mitgroſſem gewalt vmgeben. da namen ſich diezwen herren des ſtreytes ernſtlich an mit einem groſſem volck vnd geſigtē den heyde erlichen an. vnd geſchah iren dienern nye keynleyd. wan̄ es was got mit in d̓ halff in dy heyden vberwinde. Da ward nun d̓ babſt gavnd dancket in irer groſſen arbeyt.Darnach wolt in d̓ babſt vil gutz halben des wolten ſy nit. vn̄ ſprachē ſy werēkeyn zergencklich gut dar kumme. vnd batēvmb ſant Quirinus heyligen leychna. Daſchrack d̓ babſt gar ſer. wan̄ er gab in̄ vngvn̄ gelobet in doch vnd ſprach ſy ſolten hereyten vnd ſolten vber etlich zeyt wider ndem heyltunm̄ heymlichen ſenden das ſenRoͤmer nit innen wurden vnnd ſunſt gabvil and̓s heyltumbs. da furē ſy heym vnrten ſich des heyſtumbs ſer vnnd ſandren