Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLIv
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Von ſant

fraw Theodora dz kind ſant Thomā von irēherrē empfiēg. da kam ein guter Eynſidel zuim der hieß Bonus. dz iſt als vil geſprochenzu teutſch als gut. vnd was auch gut. der hetein wonung bey dem berg Roſche. da was erlang geweſen. vn̄ ſprach zu ir. theodora frewdich wann du wirſt gebern einen ſun den ſoltdu thomā heyſſen. d̓ wirt dy heylige geſchriftaußgieſſen. vn̄ ſol ſy mit goͤtlichē liecht durchfaren vnd wirt ſein geleych nit an kuͤnſten. vn̄an heyligkeyt in der welt. vnd ſolt das kind indas cloſter thun dz bey dē berg Caſſine ligt.das thet er darum̄ dz er hofft ſein vater vndſein muter wourden darum dē cloſter ſer helffen. Es fuget aber got dz er eī prediger wardDa ſprach dy fraw zu dē Eynſidel. eines ſollichen kindes bin ich vnwirdig gott thu nachſeinem lobe vnd mach mich ſein wirdig. Alſoward die weyſſagung hernach gentzlichē anim volbracht. vnd da dz kind geborn ward. dawas die muter gar fro das es ein ſun was alsman ir vor geſaget het. vn̄ hofft es wurdē alle ding an im volbracht. vnd hieß es thomas.da rouchß es an allē tugendē. vnd wz milt vn̄weyß vnd furſihtig vnd wolgezogē als ſeineadel wol gepurt. vnd was alle zeyt daheymenin groſſer hut. da ſprachen die diener vnd diemuter zu dē kind. warumb lauffeſt du nit außvnd ſpileſt mit den kinden vnd wolten in verſuche. da ſprach dz kind zu ſeiner muter. liebemuter ich wil herheymen ſein vnd wil nit außlauffen vnd lieff ich an d̓ ſtraſſen hin vn̄ herſo wurd ich leycht ir an meinē hertzen dz ichleycht mit wol lernet. vnd dadz kind als weyßlichen redt da ward dy muter gar fro. vn̄ ſprachen die diener es iſt ein anf ang ſeines heyligen lebens. vn̄ iſt die genad des heyligē geyſtes in im. Eines mals da wz gar ein großwetter dz ſchlug dē burgkturē von einand̓. vn̄ſchlug ſant thomas ſchweſter zu tod. dy ſelbeſchlieff in dē tuͦren in einē fenſter. vnd ſchlugdy roß in den ſtellen zu tod. da lieff dy muterbald zu ſant thoma do er ſchlieff. da fand ſiein geſundt. da nam ſie in mit groſſen freudenan iren arm. vnd dancket gott ſeiner guͤte vndſprach. Herr gott ich beuihe mich dir vn̄ meinen ſun thoma. Eines mals wolt ſant thomas muter zu bad geen. Da hieß ſy das kindmit ir traeten vn̄ da man es in̄ dem bad niderſetzet datend esen boefflen von dē wule

gottes. das nam es in̄ die hendlein vnd da dieamme dz kind wolt abzyehen vnd im dy handwolt auff thun da es das brieff lein innen hetda weynt es gar ſer. Das erbarmet dy ammē.vnd badet das kind mit zugetoner hand. vndda ſie dz kind wid̓ mit ſeiner muter heym trugda het es das briefflein dennoch in der handda gewan im dy muter das hendlein auff. vn̄nam im dz briefflein darauß daran ſtund geſchriben. Aue gratia plena. Es was wol zymlich dz die goͤtlich furſihtigkeyt beweyſet. wzdem kind kunfftig wer das es ein groſſer menſter der heyligen geſchrifft ſolt werden. vnndwen̄ dz kind weynt vmb etwas dz im gebrachſo kund man es mit keinē dingen geſtillē dan̄mit dē briefflein. vn̄ wolt auch keyn and̓ brieflein vn̄ leget dz brief flein gar offt in dē muͤd.ſo ward es nymmer vnſauber. noch da vo vertilget. das was ein zeychen dz er vnſer liebenfrawen lob in̄ der heyligē geſchrifft ſolt außgieſſen vnnd ſeen. Darnach ließ man dz kindzu ſchuͦl. Da lernet es die heyligen geſchrifftgar wol. vnd dy weyſſagūg ward an im erfultdas dy goͤtlich genad in ſeiner iugent mit imſolt ſein. als es auch geſchach. wann im wardvō got ein buch geſandt bey einē engel zu einem zeychen dz er vberfluͤſſig gelert ſolt werden in̄ d̓ alten vnd newen ee. vn̄ was er lernetſo ſtund im ſein hertz allwegen nach dem geſchmack d̓ goͤtlichē ſuͤßigkeyt. wy er dy moͤchtgelernē vn̄ zuſammē geleſen vn̄ wie er dy ſuͤſſigkeyt allē criſten menſchē zuuerſuchē moͤchtgeben vnd lernet vn̄ ſchrib vn̄ nam zu an goͤtlicher lieb Iſlach dē thet es ſein vater vndſein muter in ein cloſter. das bey dē berg Caſſine ligt. darin̄ lernet man es geyſtliche kunſtzucht vnnd ſitten. da huͦtet er ſich allweg voredler kind geſelſchafft dy in dē Cloſter zuchtlerneten. vnd trug allweg den donat vn andrebuͤcher in̄ dē hēdē. vn̄ lernet allweg vn̄ wz garſtill vnd betet all zeyt mit groſſer andacht. dzſagt man ſeiner muter. des ward ſye gar fro.Nun merckt d̓ abbt das dz kind als vernufftiglichen lebt. vnd ſprach zu ſeinem vater. Eswirt got groß wund̓ mit deinem ſun wuͤrckendu ſolt in ſchicken gen Neapolim auff dy hohen ſchuͦl zud̓ lernung. dz thek ēr. vn̄ empfalhſeinen ſun meyſter Martin. d̓ lernet in in̄ derkunſt gramatica vnd loyca. vnd lernet in auchdie kuuſt phloſophiā. dy lemet er gar wol. vn̄