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Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXXXVIv
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Vonſant

hat mein got verboten dz ich den boͤßen geyſten nicht ſolt opffern. Da hieß der richter dyzwey kind toͤdten die ir muter verloren hettenvnd hieß ſant Blaſium auch toͤdten mit demſchwert. da knyet der heylig ſant Blaſius nmd̓auff die erden vn̄ hub ſein hend auff vn̄ rieffzu got dem herren. vnd ſprach alſo. Almechtiger ewiger got. ich bit dich durch den tod denich heut vmb deiner lieb willen leyden wil. dzdu alle dy menſchen wolleſt erhoͤren dy meinēnamen anruffen vnd mich eren. in irem leydē

vn̄ bekuͤmernuß welcherley ſy ſind. Da ſprachein ſtym ob im. Alles das das du von gott gebeten haſt. des biſt du geweret. Darnach daſchlug man im ſein haubt ab vnd den zweyenkinden mit im. da furen ir ſelen zu den ewigenfreuden. Heyliger herr ſant Blaſi bit got dzer in allem vnſerm leben bey vns ſey. vnd vnsals groß gedult darinnē geb dz wir dz ewigleben da mit verdienen Amen.Von ſant Algatha

Ie heyligiuckfrawſant Agatha was gar iung an deniaren. aber an der vernufft vn̄ weyßheyt was ſy alt. Sy was gar ſchoͤn an der geſtalt. vnd was reych an dem gut. vnd was geborn von edlem geſchlecht. bey dem allem hetſy groſſe lieb zu got. vnnd dienet im mit vleyßtag vnd nacht. mit betē mit faſten. mit wachēvnd mit vil ander guter vbung. vn̄ begert mitgantzemirem hertzen das ſy keuſch vnd reynbelib. vnd fleyß ſich vil tugent.Iu der zeyt was Quncianus richter in̄ d̓ſtat Cathauenſiū. der was ein heyden. vn̄ hetgroſſe lieb zu der iunckfrawen vnd begert irmit gantzer krafft das ſie im zu der ee wurd.Sy was aber vil edler dan̄ er. da ſandt er erber leut an ſy das ſie inm vmb ſy wurben dz ſiein nem zu der Ee. Da ſprach ſie zuͦchtiglichenzu in. Ich hab keynen willen wed̓ in noch keynen andern man zunemen. dz verſchmahet dērichter gar ſer vnd was im leyd. Nun wz eynboͤß weyb in̄ der ſtat die hieß Affrodoſia. diehet newn toͤchter die waren all vnendlichē alsſie. die ſchicket der richtet zu ſant Agatha. dz

ſy iren mut ſolten verkeren. Da ſagten ir dyefrawen wie vil ir der richter groß guts woltgeben ſo ſy in zuͦ einem man̄ nem. wo ſie aberdes nit thet ſo wolt er ſy greulichen marternvnd zeletzſt toͤdtē. Da ſprach die heylig iunckfraro ſant Agatha. wieuil ir mir gutz od̓ vbelsda von ſagt ſo beleybet doch mein hertz pubewegt. wan̄ ſie het got in irem hertzen. vnd begert das ſie geren durch gott wolt gemartertwerden vnd darum ſterben. das ſy bald zu imkoͤm. Da nun die ſchnoͤden frawen dreyſſigtag bey der heyligen ſant Agatha waren geweſen. vnd ſy ſich nit wolt laſſen abweyſen vōirem guten furſatz. da giēg Affrodoſia zu dēRichter vn̄ ſprach. du magſt ee hert ſteyn erweychen. das ſy flyeſſen vn̄ auß eyſen bley machen ee du die iunckfrawen von got bringeſt.das thet dē richter zoru. wan̄ er het ſie zumallieb. vnnd hieß ſie fur in bringen vnd ſprach.Agatha ſag mir wer du von geburt ſeyſt. Daſprach ſy. ich bin vō edlem geſchlecht geborn.vnd mein freund ſeind freyen. Da ſprach derrichter. ſo du nun edel biſt. warum̄ zeuchſt dudich ermlichen vn̄ wilt nach deinē adel nit le-