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Legenda aurea, deutsch
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CCCLXXVr
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vnd̓ den truff einer gat ein ſchoͤne groſſe kertzen vnd gab die der iunckfrawen die den andern vorgieng. vnnd darnach gab er den andern allen kertzen vnnd gab der frawen auchein kertzen. die nam ſie mit groſßen freuden.Vnd ſah auch ſant Laurentzen vn̄ ſant Vincentzen die waren ewangelier vnd epiſtler. vn̄vnſer lieber herr Ieſus criſtus der was d̓ brieſter. Nach der beycht huben zwen engel andas ampt der nieſſ mit lautter ſtym̄. vnnd dieandern ſungen auch mit in. Da es nun kam dzma opffern ſolt. da opffert dy ſchoͤn zart iūckfraw ir kertzen dem brieſter. vnnd die anderniunckfrawen auch all ir kertzen. nach dem alses gewonlich iſt. vn̄ da die fraw mit irer kertzen nicht wolt zu opffer geen. da fandt vnſerliebe fraw zu ir vnd embot ir warumb ſy denbrieſter als lang ließ beytē. da ſprach dy frawdz man die meſß furſich ſunge ſy wolt ir kertzen nicht opffern. da ſprach aber vnſer liebefraw zu dem boten. Geehin vnnd nym ir diekertzen. das thet er. vnd wolt ir die kertzen genummen haben. da hyelt die fraw vaſt vn̄ zugen hin vnd her als lang biß die kertzen entzwey brach. vnd belyb dem boten das ein teylvnd der frawen das ander teyl inn der hand.

vnd ſy kam zuhandt zu ir ſelber vnd ward frovnd dancket vnſer lieben frawen irer genadēdas ſiß an dem tag nicht on meſß hett gelaſſen vn̄ die kertzen behielt ſy als ein and̓ heyltumb vn̄ zeyget ſie zu einem warzeychen desgroſßen wunders. vnd dienet hinfür vnſermherren Ieſu Criſto vnd vuſer lieben frawenbiß an ir ende. Du allerwolgezyerteſter tēpeldes almechtigen gottes. du brachteſt got innden tempel deinen vnd ſeiuen eingebornē ſun.der da iſt das allerwirdigeſt genemſt opfferdas im ye gebracht ward in̄ d̓ alten vn̄ neuenEe. den ſelben deinen ſun vnſern herrē IeſumCriſtum den bit das er vnſer kranckes lebendas wir hye in dyſer zeyt habē. das im von vnſer ſundt wegen widerzem iſt vnd im nicht gefallen mag. dz er im dz mit ſeinem volkummēlebē vn̄ mit ſeinē vnmeſſigen verdienē wirdiemach. vnd das er vns mit allem gut das er ſelber iſt in goͤtlicher vnd in menſchlicher naturſeinē vater opffer zu lob vnd zu eren. vnd vnsgeb nach dyſem zergencklichē leben dz ewigleben. Das helff vns got der vater vnd d̓ ſünvnd der heylig geyſt Amen.Von ſant Blaſio

Ant Blaſius wz einCriſten. vnd het got lieb vnd dienetim mit vleyß tag vnnd nacht mit vilguter vbung. vnd fleyß ſich aller tugent gegēgott vnd ſeinem nechſten dauon hetten in dyecriſten lieb. Nun was in̄ dem land Capado-

cia ein ſtat dye hieß Sebaſti. die ſelben menſchen hetten ſant Blaſium gar lieb. wann ſyehetten vil vō ſeiner heyligkeyt gehort. darumerwelten ſie in zu Biſchoff. da pflag er desampts mit vleyß vnnd prediget criſten gelauben mit groſßem ernſt.