Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXVIv
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Von ſant

riger vater vō hymelich bit dich rn̄ lob dichvmb dein genad die du mir thuſt. das du dasfewer durch deinē ſun vnſern herrē Ieſum ertſtu erleſcht an meiner ſeyten gff iech hab durchdeinen willen d̓ boͤßen mēſchē troe vberwunden vnd nymwar das ich von dir gelaubt habdas ſih ich yetzund. vnnd das ich von dir gehoffet hab des bin ich gewert. Da das d̓ richter paſcaſius hort. da ward er zornig vn̄ hiefein ſchwert durch ſant Agneſen ſtechen. dastheten die boͤßen knecht. da ſtarb ſie vnd gotempfieng ir ſel mit groſſen eren. das wz nachcriſti geburt drey hundert iar. Darnach kamen ſant Agneſen freund vn̄begruben iren leychnā heymlich mit groſſemleyd. da das die heyden innen wurdē. da lieffen ſie zu in vnnd wurffen mit ſteynen an ſyedas man ſie kaum mocht begraben. Da wasein iunckfraw da die hieß Emerenciana. diewas mit ſant Agneſen erzogen vn̄ hett ſy garlieb. vnnd gelaubt an vnſern herren. vnnd wergern getaufft worden. Vn̄ da die iunckfrawdie groſſen vnzucht ſah die dy heyden bey dēgrab hetten. da ſtrafft ſiß darum̄ vnd ſprachzu in. Euch ſol gott die groſſen vnzucht nichtvberſehen die ir mit ſeinē gemahel treybet. dzverſchmahet den heyden vnd wurdē gar zornig auff ſie vnd verſteynten ſie bey dem grab.da was got mit ir. vnd empfieng ir ſele. Darnach kam ein groß wetter mit plitzen vnd mitdonerſchlegen das erſchlug d̓ heyden gar vilzutod vnd dy andern fluhen. Da begrub manſant Emerencianā mit frid bey ſant AgneſenDa wurden ſant Agneſen freund gar ſer vm̄ſie betrubt. vn̄ klagtē ſie dy acht tag mit groſſem leyd. vnd wachten alle nacht vnd weyntēbey dem grab vnd an der achten nacht da ſahen ſie vil ſchoͤner iunckfrawen bey dem grabdie waren mit reychen kleydern gekleydet. vn̄zu der rechtē hand ſtund d̓ einen iunckfraweein weyſſes ſchoͤnes lemblein. Da wurden ſyedes ſchoͤnen geſihtes gar fro. vnd ſant agnesdie troͤſtet ir freund die vmb ſie weynten. vndſprach zu m ir ſolt mich nit mit den tottē klagen wan̄ ich bin bey den iunckfrawen in̄ denewigen freuden. da haben wir groſſe vnmeſſige freud ymmer ewiglichen von des ſchoͤnēzeychens willen vnd von des waren geſihteswegen dz dy fruͤme menſchē ſahen ſo begeetman ſont dlaneſen iren achten tag.

Iu der zeyt da lebet der keyſer Conſtantinus der was ein heyden d̓ het ein tochter diehieß Conſtantia vnd was auſſetzig. die hettwol gehoͤrt das ſant Agnes iren freundē beydem grab was erſchynen. Da gieng ſie auchauff ir grab. vnd betet mit groſſem ernſt. vndbat ſant Agnes das ſie ir vmb got erwurb dzſy von irer auſſetzigkeyt gereymiget wurd. vn̄in dem gebet entſchlieff ſie auff dē grab. Daerſchyn ir ſant Agnes mit groſſer klarheyt. vn̄ſprach zu ir. Conſtantia wilt du mit gantzemhertzen an vnſern herren Ieſum criſtū gelauben. wan̄ er wil in allen dingē lieb gehabt ſeinſo wil ich dich geſundt machē. da meynt ſie ſewolt es thun vnd in dem da erwachet ſie. vndwas in der ſelben weyl geſundt worden. vnndda ſie das an ir empfand. da ließ ſy ſich tauffen mit groſſer andacht. vnd gelaubt fur baſan got. vnd gelobt im ir keuſcheyt zu behaltēdie weyl ſie lebt vnd machet ſant Ilgnes einēſchoͤnen ſarch vnd bawet ein ſchones frawencloſter in̄ ſant Agneſen ere vnd nam vil iunckfrawen zu ir vnd dienet got vn̄ ſant Agneſeninn dem Cloſter. Oarnach vber etlich iar daward das cloſter baufellic u den zeyten was em frūͤmer brieſter derhet ſant Agneſen gar lieb den bat d̓ babſt dzer ſich des cloſters vnderwund durch gottesvnd durch ſant Agneſen willen vnd bat in dzer das cloſter baret vnd im es ließ beuolhenſein vnd ſprach zu im. du ſolt dir ſant agneſenzu einem geyſllichen gemahel nemen. en̄ galim eī koſllichs fingerlein mit einē ſchmaragddas ſolt er ſant Agneſen geben zu einē gemahelſchatz. des wrard der gut brieſter gar fro.vnd nam das vingerlein rnd gieng in̄ dz munſter ſaut Agneſen zu einer wand. daran wasſant Agnes gemalt vnd reychet dem bild dasvingerlein dar. da geſchach em ſchoͤns zeychēvon dem willen gottes. wan̄ dz bild recket einen finger von der wand. da ſtieß der brieſterdz vingerlein daran. da zoch das bild den vinger mit dem vingerlein an die wand. Vnd dyfigur des bildes ſteet noch heut des tags zuRom inn ſant digneſen munſter hoh an einerwand als dz vil menſchē geſehen habē. Nunhet der ſelb brieſter lang zeyt groſſe anfechtung von der vnkeuſcheyt gehabt. die vergiēgim zehandt von den geuadē ſant Agneſen. daward er gar fro. vn̄ gewan groß lieb vnd