Thoma von Candelberg
vō vnſer liebē frawen wan̄ er het vnſer liebefrawen gar lieb. Das ſaget man ſant Thomader ſandt nach im. vnd nam im dy pfarr and̓nleuten zu einem ebenbild dz ſie deſtermer lerneten. Da ward der brieſter gar ſer betrubt.vnd rufft vnſer liebe frawen an mit groſſemernſt das ſie dē biſchoff ſein hertz bekeret gegen im. In der ſelben zeyt was dem biſchoffein herin hemd zerriſſen vn̄ het dy ſtuͤck heymlichē vnder ſein bettſtro geleget. Da erſchynvnſer liebe fraw dē brieſter. vnd ſprach zu im.Lieber Capellan gee zu dē biſchoff vn̄ ſprichzu im. der frawen der ich gedient hab dy hattdir bey mir emboten ſye hab dir dein herinhemd geueet dz vindeſt du vnder deine bettſtro. vnd heyſt dich bitten das du mich durchiren willen widerun̄ auff die pf arr laſſeſt. dzwarb der brieſter. Da der biſchoff das hoͤretda gieng er vn̄ ſucht ſein hemd. da vand er esals ims der brieſter geſaget het. Da gieng erwid̓ zu dem brieſter vn̄ ſprach zu im. dien furbaß der edlen iunckfrawen vn̄ biß ſtet daran.darzu hab dir mein gunſt. vnd bit dich dz dudie botſchafft von dem hemd nyemant ſageſtdie weyl ich leb.¶ Der lieb herr end gar getreulich nothelffer ſant Thomas nam den almechtigen gottzu einem helffer in allen ſeinen ſachen. vnd ſaget dem kunig vnd den rittern vnd allē volckdz er in irer falſchen freyheyt mt gunne wolt.Da das der kunig hoͤret. da hieß er in toͤdtenda lieffen ſie in̄ die kirchen da der biſchoff dzampt begieng. da das ſant Thomas ſah dasſie eingiengen. da gieng er gege in vn̄ ſprach.was wolt ir dz ir als rngezogenlich her lauffet vber mich. wann die kirch iſt geweyht. Daſprachen ſy. da woͤll wir dich yetzund toͤdten.Da ſprach ſant Thomas. dē tod wil ich gernleyden durch die gerechtigkeyt vnd wil euchnit fliehen. Ich gebeut euch aber bey got vndbey dem bann das ir nymant keyn leyd thut d̓hinnen iſt. da wolten ſie in fur die kirchen gezogen haben da hielt in ein ander pfaff wid̓.dem ſchlugen ſie ein arm ab. Da frewet ſichſant Thoma ſere gegē der marter recht ſamer zu einer wirtſchafft geladen wer zu liebenfreunden vnd recket ſein hend auff zu dem almechtigen got. vnd ſprach. Herr Ieſuchriſteich beuilhe dir vn̄ der ſeligen Marie vn̄ demyoniſio vnd allen den heyligen dyeyligen
hie Patronen in dyſer kirchen ſeind. den empfilhe ich mich vnd mein kirchen. vnd neygetda ſein haubt. da zerſchlugē ſie im ſein haubtdas ſein hirn zerſtrewet lag das er ſtarb. vndfur ſein ſel zu den ewigen freuden. vn̄ giengēda von im vnd lieſſen in ligen in̄ der kirchen.dalieff der pfaff bald dar vnd beſtreych ſeynen arm mit ſant Thomas blut. vnd hoffet ergenuß ſeiner heyligkeyt. vnnd rufft got vnndſant Thoma an. da ward im ſein arm zuhandgeſundt. do ward er fro. Darnach zoch mā inab vnd wolt in waſchen. Da hett er ein herinhemd an das was als vol wuͦrm das die leutmeynten im hett das leyden von den wuͤrmenals wee gethan als der tod mit dem ſchwert.vnd als bald ward die ſtatt brinnent. vnd kamen die leut in groſſe not. dz hettē ſie an ſantThoma verdienet. Die guten vberal clagtenſant Thoma ſer. vnd huben in auff mit groſſer wirdigkeyt vnd ſungen im ein ſelmeſß. vn̄da ſie das Requiem anhubē. da kam ein groſſe ſchar d̓ engel von hymel vnd hubē dy meſſan von einem martrer. Letabitur iuſtus. Dasſpricht. Der gerecht frewet ſich in dē herren.vnd hoffet in̄ in. vnd alle die reyne hertzē haben die werden gelobet von gott. Da das diepfaffen horten vnd alles volck. Da wurden ſygar fro. vnnd ſungen die meſß vollet auß voneinem martrer als ſie von den Engeln gehoͤrthetten vn̄ frewten ſich des groſſen wundersvnd danckten got vnd ſant Thoma vnnd begruben in mit groſſer wirdigkeyt. da geſchahen gar vil zeychen. Die ſtummen wurde reden. Die krummen wurden gerad. die taubengehoͤrent. die blindē geſehent. die ſiechē wurden all geſundt. vnd etlich todten wurden erkuckt. vnd die ſant Thoman ertoͤt hetten denward ein friſt von got geben darinnē ſie ſichſolten bekert haben. Vnd da ſie ſich nit bekeren wolten da wurden ſie ſer vnſinnig vn̄ piſſen in ir vinger ab vnd ir hend mit iren zenen.vnd gewunnen das gicht vnd ſturben all. vnddy kleyd̓ darinnen man den lieben herren vndnothelffer ſant Thomā getoͤdt het die warēbeſprengt mit blut dz auß ſeinen wundē floß.Vnd wen̄ man die cleyder in ein waſſer thetſo wurden die ſiechen von dem ſelben waſſerfriſch vnd wolgeſundt. ¶ Es was ein guterreycher man der glaubet gar wol an ſant thomas heyligkeyt. d̓ het gar ein ſchalchafftigē