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Anhang.
Wir machten jedoch die Ausführung dieses Planes von der einslünmigeu Einwilligungsttmmtlicher deutschen Fürsten abhängig und suchten um dieses Einverständnis zu erzielen,vor allem Preußens Bcistimmung zu erhalten. Unsere Vorschläge erfreuten sich in Berlineiner sehr zuvorkommenden Aufnahme, und die Verhandlungen waren eben im bestenGange, als Preußen in seiner an sämmtliche deutschen Höfe erlassenen Circulardepeschcmit einem neuen Plane auftrat.
Wir können demselben aus leicht begreiflichen Gründen nicht beipflichten, halten esaber, da wir für den Augenblick unsere Ansichten mit denen des k. preußischen Hofesnicht vereinbaren konnten, für unsere Pflicht uns den deutschen königlichen Höfen gegen-über mit Offenheit über die Stellung auszusprechen, die Oesterreich in der deutschenFrage einzunehmen gedenkt.
((Für Brenners. Euer Hochwohlgeboren werden demnach die in Abschrift beigeschlosseneDepesche an unseren Bevollmächtigten in Frankfurt, Herrn von Schmerling, vom ll. Fe-bruar zur Kenntnis der Könige von Sachsen und Hannover bringen und die Ihnen nachden besonderen Umständen nöthig scheinenden Erklärungen beifügen.)
Oesterreich bietet die Hand zu einer Vereinbarung mit Deutschland, es kann aberin dem neuen Bundesverbände keine untergeordnete Stellung einnchme». Es wird stetsdie Rechte der deutschen Fürsten achten und bedauert ihnen in diesem Augenblicke keinewirksamere Hülfe leisten zu können, fordert sie aber ans, seiner Erklärung sich keinemReichsoberhauptc unterwerfen zu wollen, beizutrcten.
Auf diesen letzteren Punkt lenke ich vorzugsweise Euer Hochwohlgeboren Aufmerk-samkeit. Es ist dies mit einer der Hauptgründe Ihrer Sendung nach Dresden undHannover (München und Stuttgart). Daß Dieselben hiebei mit Umsicht und Tact voran-zugehen haben, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Es ist dies um so nöthiger, alsvon den deutschen Fürsten, selbst von den Königen, welchen Sie dieses Ansinnen derkaiserlichen Regierung zu stellen haben, in diesem Augenblicke kaum ein kräftiges Auf-treten, Preußen und der mit ihm verbündeten Revolution gegenüber, mit Wahrscheinlichkeitzu erwarten ist.
Oesterreich bricht nicht mit der Gegenwart. Es rechnet aber wenig auf sie, und istdeshalb hauptsächlich bedacht sich die Zukunft vorzubchalten.
(Für Gras Rechbcrg allein.)
In diesem Sinne werden Euer ... sich auch gegen Herrn von Schmerling in Frank-furt aussprechen. Es ist dies der Commentar zu unserer Depesche an denselben vom heu-tigen Tage. Euer . . . sind beauftragt ihn mit unser» diesfälligcn Ansichten vertrautzu machen und insbesondere darauf hinzuweisen daß er zwar den Weg der Verständigungmit Herr» von Gagern und der Majorität des Frankfurter Parlaments nicht ablehne,im Gegentheile die größte Bereitwilligkeit Oesterreichs zu unterhandeln möglichst bethätige;dagegen aber keinen Schritt thue der uns in irgend einer in unserer heutigen Weisungan ihn nicht bezeichncteu Weise binden könnte. Eine seiner vorzüglichsten Sorgen wirdes auch sein müssen Zeit zu gewinnen, nicht eben weil wir binnen wenig Tagen Wochenoder Monate» schon einen uns günstigen Umschwung in Frankfnrt erwarten können,sondern ans Gründen der inner» auf die österreichischen Zustände berechneten Politik.
F. Schwarzenberg m. zi.
FM«.