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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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III. 26. Kritik der octroyirten Verfassung.

schrieb demselben:Ich bemerke nur daß eine wenn auch Pro visor ischeVerfassung doch jedenfalls so gestellt sein muß daß man mit ihr regierenkann. Ich hoffe, es sei dies mit der vom 4. März möglich, finde aber in ihrzu diesem Zwecke keine hinreichende Garantie". Wenn man durch Frei-sinnigkcit die Partei des Umsturzes zu gewinnen hoffe so sei das eine Täu-schung; nach dieser Seite hin wäre esauf ein Mehr oder Minder imAusmaße der neuen Formen nicht angckommen, und das M inder würdeuns wenigstens aus die Dauer (des Provisoriums) gesicherte Verhältnisseversprochen haben". Er erkannte zwar daß man in einigen Punkten seinenBemerkungen Rechnung getragen habe, in andern aber nicht, namentlichin dem so wichtigen der Zusammensetzung des Reichstages: ich sehe inder Bildung des Unterhauses eine Quelle großer Verlegenheiten für dieZukunft". Warum habe man die Provinzial-Landtage ohne Benützungder alten Formen ins Leben gerufen? Warum habe man nicht nachseinem Vorschläge ans Ausschüßen dieser Provinzial-Landtage einen Senatstatt des Oberhauses in dessen jetziger aller stabiler Elemente baarenGestalt hervorgehen lassen?^). Gewiß erschienen Einwendungen wie dievorstehenden aller Aufmerksamkeit werth. Ueberhaupt war es ja dasvöllige Absehen von allen ständigen Elementen und Factorcn des staat-lichen Gemeinwesens, das man der Charte vom 4. März zum großenVorwurf machen konnte, und ohne Zweifel in allen conservativen Kreisengemacht haben würde, wenn die damalige Einsicht und Erfahrung einereifere, die politische Temperatur eine kühlere gewesen wäre.

Anderseits war denn doch nicht zu übersehen daß die Verfassungselbst den Weg offen ließ, diesem Uebelstande abznhelfen. Als MajorGraf Huhn vor seinem Abgang zur italienischen Armee sich dem Minister-Präsidenten vorstellte, richtete dieser, nachdem er den Bericht über dieletzten Krcmsierer Vorgänge entgegengenommen, an ihn die Frage: waser zu der neuen Verfassung sage?Durchlaucht", so lautete die Antwort,wenn ich offen sein soll, so gefällt mir an ihr nichts als der letzteParagraph der von den Abänderungen handelt." Fürst Schwarzenbergführte aus seinem zierlichen Döschen eine Prise zur Nase, wie er zu thnnpflegte wenn ihm etwas wider den Strich kam, und sagte etwas ärgerlich:Nein nein, das bleibt! Da wird nichts abgeändert" 2 ^). Er sprach mitdiesen Worten im Grunde gegen das Werk das er vertheidigen wollte,und zwar mit Unrecht, während anderseits der freimüthige Major mitseiner Bemerkung, trotz des abfälligen Urtheils über die Verfassung das