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III. 25. Opposition gegen die Vcrfossnng.
Dinkelsbühl, Gevckoht aus Bremen richteten Interpellationen an das Mi-nisterium die von Heinrich von Gagcrn und Robert von Mohl teil-weise beantwortet wurden; Bresgcn von Ahrweiler stellte einen Dring-lichkeits-Antrag, der nicht hinreichend unterstützt wurde — aber fast nie-mand in der Versammlung achtete auf all das, weil die Gcmüther zusehr von dem eingenommen waren was sie seit gestern ausschlicßcnd be-schäftigte. Da meldete der Präsident: es sei ihm so eben ein Dringlich-kcitsantrag von Wclcker mit der Bitte, denselben sogleich begründen zudürfen, überreicht worden, worüber die Versammlung zu entscheiden habe.Eduard Simson verlas den aus acht Punkten bestehenden Antrag dessenEndziel darauf hinauslief: „angesichts der wiederholten öffentlichen Nach-richten von fremder Einsprache gegen die von der deutschen National-Versammlnng zu beschließende Verfassung" dieselbe „durch einen einzigenGcsammtbeschlnß" anzunehmen und die darin fcstgestcllte „erbliche Kaiser-Würde Sr. Majestät dem Könige von Preußen" zu übertragen.
Hatte sich schon während der Verlesung wiederholt große „Bewe-gung" im Saale bemerkbar gemacht und wurden am Schlüße fragendeStimmen laut: „Von Welcker ist dieser Antrag?!" „War das auchwirklich verlesen worden?!" so bot jetzt die Paulskirche einen Anblick wieer in diesen Räumen kaum noch erlebt war. Die Abgeordneten verließenihre Sitze, allenthalben im Saale bildeten sich Gruppen, die in lebhaftemDurcheinander sowohl den Antrag als die Person von der er aus-gegangcn war besprachen. Es währte wohl eine Viertelstunde ehe Simsonmit seiner Frage, ob die Versammlung den Antragsteller zum Worte zulassenwolle, durchdrungen konnte. Fast die ganze Versammlung erhob sich undunter dem Beifall, welchen diese Einmüthigkeit hervorrief, erhob sich derbreitschulterige Mann von mittlerer Größe, mit dem ergrauten Haupteund dem lichtblauen großen Auge das, nach Laube's Ausdruck, „ebensoglänzend aber nicht so bohrend" wie das Friedrich II. von Preußen.Er sprach im Zustande einer übernächtigen Erregung, mit seiner raschen,nur zu oft hart und trotzig polternden Beredsamkeit, ein „Politiker derExtase" als was ihn ein Zeitgenosse charaktcrisirt, unter der fortwährendleidenschaftlichen Theilnahmc der Versammlung die sich von ihrem Er-staunen, ans solchem Munde solche Worte zu hören, die ganze Zeitnicht erholen konnte, so sehr er selbst, gleich zu Anfang seiner Rede, sichbemühen zu wollen erklärte „jedes Vorurtheil einer Jnconseqnenz zu be-seitigen". Wenn er sich früher gegen das Erbkaiserthum erklärt, so habe