Die geheime Sitzung vom 15. Februar.
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Stimmen aus dem Publicum. Was falle mau von einer Versammlunghalten die einen gemeinen Trunkenbold der, wie er die Person des Mon-archen schmähte, eben so sehr den Reichstag compromittirte, auch unr-einen Tag länger als nothwendig in ihrer Mitte sitzen lasse, anstatt dieerste Gelegenheit zu ergreifen seiner loszuwcrden?! Was von einer Linkendie bei jeder Gelegenheit von der alleinigen Herrschaft der Gesetze spreche,aber in einem so garstigen Falle dem Gesetze entgegentrctc statt der Ge-rechtigkeit den Lauf zu lassen?! Könne man sich wundern wenn das Volkmit Gleichgiltigkeit der Auflösung eines Reichstages entgegensetze, dem csso großes Vertrauen cntgegcngcbracht und der dasselbe bisher so wenigzu verdienen gewußt habe? Mit großer Entrüstung wurde an die Slo-vanskä Lipa die Frage gerichtet, ob sic einem solchen Scandalc gegenübernoch länger auf ihrem Vertrauensvotum für den Reichstag bestehenwolle? Ein Vorwurf der allerdings insofern seine Adresse verfehlte, alses ja gerade Mitglieder der Rechten des Reichstages waren die am ent-schiedensten gegen den Commissions-Beschluß ausgetreten waren
Der Beschluß in der Angelegenheit Kann war aber auch darum eineUnklngheit weil ja der Regierung nun kaum etwas anderes übrig bliebals den Reichstag aufzulösen, um deu Gerichte» iu Verfolgung der nachden vorliegenden Anzeigen ungleich schwerer als Kanu beschuldigten Ab-geordneten das Feld frei zu machen. Die von der öffentlichen Meinungund wohl auch von ihrem eigenen Gewissen bezcichneten Abgeordnetenhatten die dringendste» Anzeichen daß das Wiener Strafgericht gegen sieErnst zu machen gedenke, und zwar in der allernächsten Zeit. Füsterwußte daß man seinen Wiener Hausmeister und den Portier des Stadt-Convicts einvcruvmmen, und daß besonders der letztere ihn sehr grn-vireude Aussagen gemacht hatte*). Kudlich erhielt von seinen WienerFrcunden fast jede Woche Kunde über den Stand der Voruntersuchung,die vernommenen Zeugen, deren Aussagen u. dgl. Er und Bioland singenan sich mit der Umgegend von Kremsier vertraut zu mache», den sicherstenWeg zur preußischen Gränze zu studieren. Der erstere wohnte iu eineman der Stadtmauer gelegenen Hause, von wo er leicht das offene Feldgewinnen konnte. Man machte in freien Tagen Spaziergänge in derRichtung in der man, wenn der Fall eiuträte, davonzukommen suchenmußte. Kudlich stach zuletzt den ungefähr eine Meile von Kremsier ziemlich
) Memoiren II S. 267.