Nugent vor Peterwardein.
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Stunden nach der Affaire kam eine Colonne Nngent'scher Truppen unterObrist Mamnla van Essegg her die Donau herabgcfahren. Bozö hatte,nachdem er den serbischen Theil von Futak in Brand gesteckt, die Gegendbereits verlassen und seine Truppen in ihre frühere Stellung zurück-geführt. Ein Theil der Colonne Mamnla's stieg ans Land und steckteden andern Theil von Futak dessen Bewohner ans die Syrinier geschossenhatten in Brand, so daß jetzt der ganze Ort in Flammen stand. Daswar so der Brauch in diesem Kriege! Die deutsche Bevölkerung die Racheder Serben fürchtend flüchtete nach Neusatz. Futak war ein betriebsamerMarktflecken dessen Tabakpflanzungen gerühmt waren und dessen Garten-bau die Gegend weit umher mit Gemüse versah. Er brannte zwei Tagelang *).
Obrist Mamnla hatte den Auftrag die Umgegend von Petcrwardcinausznknndcn und Anstalten zur Einschließung der Festung zu treffen. Erkam am 28. unter strömendem Regen nach Kamenic das von Peter-wardeincr Gränzern und einer Abtheilnng Provinzialisten besetzt war, undzog noch eine Compagnie heran von welcher die Vorposten bezogenwurden. In den Tagen darauf kamen weitere Truppen nach, Nngentselbst fuhr auf dem Dampfschiffe „Stephan" die Donau hinab und hieltbei öcreviü. Die Festung wurde unter Mamnla's Leitung mit einemNetze kunstgerecht in strengstem Sinne des Wortes unter den Kanonender Festung erbauter Verschanzungen umschlossen. Der rechte Flügel woHauptmann Bigga commandirte, wurde mit Benützung der Höhen Ka-rakar und Vezirac und anderer günstiger Terrain-Punkte derart gesichert,daß es den Belagerten unmöglich war gegen Karlovic vorzndringen odersonst die Kaiserlichen zu delogiren**). Auf dem linken Ufer war Neusatznoch immer in den Händen der Ungarn welche die umliegende Gegenddurch Fouragirnngen ansbentcten. Nngent leitete Unterhandlungen wegenUebergabe der Festung ein. Obrist Csnha und die andern Officiere, umvon sich die Verantwortung abznwälzen, redeten sich auf ihre Mannschaftaus der sie nicht Herr seien und die von einer Capitulation nichts wissenwolle. Im kaiserlichen Lager erfuhr man im Gegentheil daß 3 Com-pagnien Gynlai nur auf die Gelegenheit warteten zu ihren alten Fahnen
2) Bgl. Klapka II S. 104 f. mit „Lloyd" 1849 Nr. 119 vom 10. März„Scmlin 4. März" und „Presse" Nr. S5 vom 6. März „Von der unteren Save28. Februar".
Skizze der Ereignisse S. 47.