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II. 11. Der erste Schlachttag bei Kspolna.
Ncich dem Abmärsche seiner Truppen aus Gyöngyös hatte Windisch-Grätz einen Bericht an den Kaiser aufgesetzt. Vom Banns sei ihm Anzeige vondem mislungencn Unternehmen ans Czibakhüza erstattet worden; die Zei-tungen meldeten daß es überall gähre; von dem Schicksale des morgigenTages dürfte daher viel abhängcn. Er wies auf die geringe Truppenmachtdie ihm zu Gebot stehe, auf die Möglichkeit unvorgesehencr Zwischenfälle,daher auf die Unsicherheit des Ausganges hin. „Ich werde", so schloß erseinen Vortrag, „nichts destoweniger den Feind, wahrscheinlich morgen,in seiner Stellung angreifen, wenn nämlich heute meine Vereinigung mitdem Grafen Schlik vollkommen zustande kommt"*). Merkwürdiger Weisewar von dem Kanonendonner, der sich am rechten Flügel und im Centrumder Kaiserlichen immer heftiger entwickelte, nach Gyöngyös nichts zuhören. Auch Zeisberg, der wider Erwarten in Gyöngyös erschien undwelchem es der Fcldmarschall rügte daß er sich in einem Augenblicke vonseiner Brigade entferne wo man möglicherweise auf den Feind stoßenkönne, meldete nichts daß die Action bereits im Gang sei, obwohl erwährend seiner Fahrt in das Haupt-Quartier vom Fürsten Schwarzen-berg beschickt worden war ihm, da er sich den Ungarn gegenüber sehe,Beistand zu leisten. Nur der aus der Gegend wohin die kaiserlichenCvlonne» gezogen waren ansteigende Pulverdampf fiel dem Comman-dnntcu der Stabs-Dragoner im Haupt-Quartier Major Hoffer zuletztans, so daß er dem Feldmarschall Meldung erstattete. Dieser befahl seinPferd vorzuführen, als ein Umstand dazwischen trat der cs ihm, sehr gegenseinen Wunsch, dringend gebot in Gyöngyös zurückzubleiben. Zur selbenZeit traf, von Wrbna gesandt, Rittmeister Greipel mit einer Depescheüber den Gang des Gefechtes ein, deren klare und ruhige Fassung demOberfeldherrn Bürgschaft zu sein schien daß sich die Sache in gutenHänden befinde. Gleichzeitig hatte Wrbna dem General Schütte denBefehl zugesandt seinen Anmarsch zu beschleunigen.
Der Kampf am äußersten linken Flügel der Kaiserlichen nahm vonViertelstunde zu Viertelstunde an Lebhaftigkeit zu, weil Pöltenberg fort-während Verstärkungen »achsandte, was denn auch Colloredo thun mußtedem Wrbna den Befehl hatte zukommen lassen de» Dieser Wald um jedenPreis zu halten. Der einen Compagnie Jäger folgte bald der Rest desBataillons unter Major Kronenberg, darnach eine Division Paumgartten
- *) Nobill S. 288 f.