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II. 10. Vorbereitungen und Zwischenfälle.
Am 24. Februar vor Tagesanbruch gelaugte die Truppen-AbtheilungMüriässy's, von wcgkundigeu Bauern geführt, auf die Höhe des Pster-väsar von der Derecsker Seite abschließenden Bergrückens. Infanterieund Geschütze nahmen ihre Stellung, während die Reiterei zum Beginndes Angriffs in Bereitschaft gehalten wnrde. Märiässy wartete dasZeichen ab das ihm von der Siroter Straße gegeben werden sollte. Nachlängerem Harren beschloß er allein vorzugehen. Die Husaren rückten andie Umfassung des in tiefem Schlafe liegenden Ortes, die vorderstenstiegen von den Pferden und überfielen die ans dieser Seite einqnartiertenArtilleristen in ihren Lagerstätten, zogen sie aus den Häusern heraus,tödteten oder verwundeten mehrere, nahmen andere gefangen, erbeutetenPferde. Als nun auch die Geschütze von der Höhe ein mörderischesKartätschenfeucr erösfneten, mit Vollkugeln und Haubitz-Granaten diebreite Hauptstraße bis auf den Marktplatz überschütteten, da war derWirrwar unter der aus ihrer Ruhe aufgeschreckten Truppe maßlos. EinTheil der Reiterei schwang sich in Hemd und Gatjen auf die Pferde umsich aus dem Bereich der feindlichen Geschoße zu briugeu. Das Fußvolkgriff iu größter Eile zu seinen Kleidern, zu seinen Waffen; ein Officiervon Parma-Infanterie rettete im letzten Augenblicke die Bntaillons-Casse.Auf dem Hauptplatze standen die ganze Munitionsreserve des Armee-Corps, die Bagage- und Sanitätswagen, und es war ein beispiellosesGlück zu nennen daß eine Haubitz-Granate in die Mitte dieser letzteneinschlug; ein paar Klafter weiter und das Unheil war unberechenbar.Die Otoöaner waren die ersten die sich um ihre Officiere sammelten;ein Häuflein von etwa 20 Mann stellte sich den Husaren entgegen und hieltdiese so lang im Abstand, bis cs den Artilleristen gelungen war einige Ge-schütze in Ordnung zu bringen und Raketcu-Stativc zu postiren, deren Ge-schoße sie in die feindliche Flanke richteten. Die Eingedrungenen begannenzu weichen. Eine Compagnie Otoöaner rückte, nachdem der Feind aus demOrte völlig herausgedrängt war, zum Sturm gegen die ungarische Infanterievor, deren Reihen einige wohlgezielte Raketen-Geschoße ins schwankenbrachten. Schon war auch das 2. Bataillon Latour unter Gewehr ge-treten und eilte gegen den Feind. Nun gab Märis-ssy, dem inzwischen derGegenbefehl des Oberfeldherrn zugekommen war, das Zeichen zum Rück-zug der thcilweise in regellose Flucht ausartetc. Märiässy nahm die Rich-tung auf die Siroker Straße und wurde hier von den Truppen Dessewffy'sausgenommen die ihm Klapka für diesen Fall entgegengesandt hatte.