FM. Ramberg besetzt Kascha».
135
23. rückte ätnr mit 4 Compagnien in Neudorf (Iglo) ein. Am 25.brach Hurbnn mit einem Theilc seiner Truppen von Theißholz gegenEpcrics auf; die andern sollte Borik über Muräny Groß-Rücze JelsavaRosenau gegen Kaschan führen. Borik wurde aber durch Unwohlsein ab-gehaltcn seine Abtheilnng persönlich zu leiten, und blieb mit seinenwenigen Geschützen und einer kleinen Bedeckung von 24 Mann in Theiß-holz zurück. Indessen wurden seine Truppen, die schon bis Muränymarschirt waren, von einer feindlichen Ucbermacht angegriffen. Die etwasaltern Compagnien unter den Hauptleuten Jesensk/ und Vestik hieltensich brav und wehrten ein paar Stunden lang alle Angriffe der Ungarnab, denen sie mehrere Leute tödtetcn und verwundeten. Allein die Mehr-zahl, Neulinge aus der Liptau, ergriff, als die Lage ernster wurde, dasHasenpanier und schlug den Weg gegen Norden ein, so daß auch dieandern den Widerstand zuletzt anfgeben und das Feld räumen mußten.Beim Einmarsch in die Zips hatten sie neue Schwierigkeiten zu bestehen.Die Einwohner von Deutschendorf (Popräd) suchten sic für die Sachedes Aufstandes zu gewinnen und als dies nicht verfing mit Gewaltaufznhaltcn, so daß sie sich kämpfend den Weg frcimachen mußten. AlsRamberg von diesen Vorfällen vernahm erließ er eine Kundmachung: daßWiderstand gegen die slovakischen National - Truppen mit jenen gegenandere Abthcilnngen der kaiserlichen Armee auf eine Linie zu setzen unddaher Orte wo dergleichen vorfalle im Sinne der Proclamation desFeldmarschalls aus Kocs 1. Januar dein Erdboden glcichzumachen
wären "2).
Was seine Operationen betraf erging es Ramberg in Kaschan wiecs ihm früher in der Zips ergangen war. Kundschafter brachten über-triebene, zum Theil ganz falsche Nachrichten über die Stellung desFeindes — „bedeutende Streitkräfte seien in Torna und in Gäl-Szocsangesammelt" — so daß sich Ramberg „mit feindlichen Corps in derFlanke" nicht getraute auf der Miskolczer Straße vorzurückcn. Fcld-marschall-Lieutenant Vogel in Galizien, den er um Unterstützung anging,schlug sein Verlangen rund ab: er könne sich von der Gränze nicht ent-fernen die er zu decken berufen sei. Von der kaiserlichen Haupt-Armeewar Ramberg nun wieder Tage lang ohne alle und jede Nachricht, ohneKenntnis der Vorgänge auf den anderen Kriegsschauplätzen. In einemvertraulichen Schreiben vom 24. klagte er gegen Nobili bitter über eineVernachlässigung die ihm alles Handeln unmöglich mache: „Mit einem