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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Die Slavcn in Istrien.

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seinen Plan, Triest zu einem italienischen Freihafen zu erklären, Anhangsuchte; cs war diese Wahl charakteristisch für Süd-Tyrol wo er sein Zielerreichte, und für das Küstenland wo er es nicht hatte erreichen können.Wohl hatte es nach den Octobcr-Tagen in Istrien ebenso wenig als inSüd-Tyrol an aufreizenden Schritten der Jtalianissimi gefehlt; die Ab-geordneten Madonizza Dcfranceschi Facchinetti wurden laut solcher Um-triebe angeklagt, und selbst Vidulich blieb von dem Verdachte nicht freider italienischen Umstnrzpartci die Stange zu halten, wo für ihm, wie wirsahen, seine Wahlmänner ein Mistranens-Votnm nussprachcn. Die vierAbgeordneten hatten während des Wiener Reichstages eine Eingabe andas Ministerium des Innern gerichtet, es möchte dasselbe die italienischeSprache zur ausschließlichen Gcschäftssprache auf der Halbinsel erklären;sie wurden in einem von Stadion am 15. December an Dr. Madonizzagerichteten Schreiben Z. 290 II. LI. I. ablehnend beschiedcn. In der Be-völkerung Istriens von 234.000 Seelen, hieß cs in dem Ministerinl-Erlasse, seien die Italiener mit 60.000 Seelen in der entschiedenen Minder-heit undes wäre ein arger Verstoß gegen den Grundsatz der Gleich-berechtigung der Nationalitäten, würde das Ministerium den SlavenIstriens, welche die überwiegende Mehrheit dortlands ansmachcn, dasItalienische als einzige Geschäftssprache aufdringen". . . .

Die slavische Bevölkerung Istriens gehört theils dem slovenischcntheils dem kroatischen Zweige an und fand ihren Rückhalt in den an-gränzenden Sprachgebieten. So die Slovcnen im Königreich Jllyrien wodas nationale Leben sichtlich erstarkte, nationale Vereine sich bildeten inAdclsbergOrijatlov slovonsino", in KlagcnfurtNovsiisko ärnLtvo",in Neustadt, slovenische Zeitschriften bestanden oder im Entstehen begriffenwaren, wie z. B.Vsimo" in Klagcnfurt; Vorträge in slovenischer Sprachegehalten wurden, so in Laibach über bürgerliches Recht von ProfessorMoSgon, an der Ackerbanschule von den Doctoren Orel und DeLman.Den istrischen Kroaten hinwieder kam Hilfe aus dem dreieinigcn König-reiche, namentlich von der AgramcrSlavjanskä Lipa", die sich an Jelnöiöund den Minister Baron Kuliner mit der Bitte wandte, die Verwahrungder Jstrianer gegen die Zutheilung ihres Landstriches zu den italienischenProvinzen höchsten Ortes zu unterstützen.

Denn eine solche Zutheilung kam bei den italienisch gesinnten Jstria-ncrn und Dalmaten, selbst wo sie nicht geradezu Abfall von OesterreichPlanten, gar sehr in Frage. Das italienische Element war zwar hier wie