Triest, die „allezeit getreue".
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den ersten Februar-Tagen lief aus dem „Königshafcn" bei Bnecari einmit Lebensmitteln nnd Holz beladenes Schiff angeblich gegen Malta ans;auf hoher Sec wollte der Capitän Nikoli« die Fahrt nach Venedig richten,wurde aber von den Matrosen gezwungen nach Porto-Nv zurückzufahrcnwo sie gerichtliche Anzeige gegen ihn machten'").
Allerdings gab cS Fälle wo die Noth des Erwerbes über die Loya-lität siegte, so daß trotz der eifrigsten Wachsamkeit Gyulai's istrianer unddalmatinische Barken hinüber und herüber fuhren und die cingeschlosscncnVcuetiancr mit den nothwcndigsteu Lebensbedürfnissen versahen. Der Nestder kaiserlichen Flotte war zu gering um in wirksamer Weise die SperreVenedigs von der Secseite dnrchzuführen: 1 Fregatte, 2 Corvctten, 3 Briggsund kaum ein Dutzend Kanonenboote. Die Regierung hatte dem Lloyddie Dampfer „Jmperatore" und „Jmperatrice" abgekauft um selbe fürKriegszwecke herzurichten, und vier Marinc-Officicre ausgcschickt die inEngland Aegypten und der Türkei wohlfeile aber gute Dampfer undSegelschiffe aufkaufcn sollten, wobei aber nicht viel herauskam. In Pola,dem einzigen Kriegshafeu den Oesterreich jetzt besaß, lagen die reparatur-bedürftigen Schiffe unter dem Schutze von Land-Batterien, „die mit ihrenzahlreichen Kanonen wie Krankenwärter ans den ewigen Reconvalesccntenherabblicken". Den Befehl in Pola hatte Contre-Admiral Sourdeau, eintüchtiger Seemann, der jedoch keinen Schiffsjunge» zum Matrosen ernennenkonnte ohne beim „Land-Admiral" anzufragen'"). Eine Zeit wurde davongesprochen daß Baron Prokesch, der in der zweiten Hälfte Februar ausAthen in Triest cintraf, für das Flotten-Commando bestimmt sei; dochals bald daraufFeldmarschall-Licutenant Martini**) in einer diplomatischenMission nach Neapel abging, übernahm Gynlai selbst den Oberbefehlwas, obwohl er ebenso wenig als sein Vorgänger Seemann war, seitensder Marine mit allgemeiner Freude begrüßt wurde.
In der Hauptsache war damit allerdings nichts wesentliches ge-wonnen, und der vcnetianische Kriegsdampfer „Pio Nono" konnte anTriest und Pola vorbei unbehindert seine Kreuzfahrten längs der istriani-schen und dalmatinischen Küste fortsctzen. Was Venedig gegenüber beson-ders empfindlich ins Gewicht fiel war die perfide Vorschnbleistung die ihmdie Agenten Lord Palmcrston's zutheil werden ließen. Reisende die von
") „A. A. Ztg." 184N Nr. 45 vom 14. Korrespondenz ans Triest vom 8. Fe-