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I. 5. Die Italiener in Süd-Tyrol nnd im Knstenlcmv.
könne INNN nichts anderes erwarten, meinte der „Tyroler Bote"vom 5. Februar: „Eine Versammlung die sich geweigert hat der um dasWohl des österreichischen Gesammtstaates hochverdienten Armee den Dankdes Vaterlandes zu votiren, handelt nur folgerecht wenn sie den Wünschender Feinde Oesterreichs, und als solche mäßen wir die in Wälsch-Tyrolherrschende Partei deren Absichten durch solche Verfügung Genüge ge-schieht erkennen, sich willfährig zeigt"; zum Glück, meinte das Blattweiter, fehle zur Verwirklichung eines derartigen Beschlußes „noch eineKleinigkeit", die Sanction des Kaisers 5'). Als Briefe aus Krcmsier ein-liefen welche die Besorgnis anssprachen jener Beschluß möchte die Mehr-heit in der Kammer finden, und daran die Anfrage knüpften wie sich indieser Lage die Vertreter Deutsch-Tyrols zu benehmen hätten, traten inInnsbruck die Wähler zusammen und einigten sich in dem Beschlüße:ihre Abgeordneten möchten alles thun den Beschluß zu hindern, im ent-gegengesetzten Falle sich an dem Verfassungswerke nicht weiter bctheiligen;der „tschechische Reichstag in Krcmsier" möge es wissen, die Deutsch-Tyrolerseien entschlossen „lieber die Selbständigkeit ihres Landes mit der Waffe zuvertheidigcn als iu diesen Antrag zu willigen" °^). Da diese Drohung nicht zuverfangen und vom österreichischen Parlamente kein Heil zu hoffen schien wen-dete man sich nach Deutschland. „Kommt von Olmüz der Spruch der unsverbietet Deutsche zu sein", ließ sich ein deutscher Süd-Tyroler vernehmen, „sosteht uns die Berufung frei an das Reich und dessen neue Macht!" DieVertreter des bayerischen Volkes halten sich kurz vorher gegen den AusschlußOesterreichs aus Deutschland erklärt, womit das Verbleiben Tyrols inseinem gegenwärtigen Zusammenhänge und als Ganzes mitausgesprochenwar. Aus Innsbruck und aus andern Gegenden des Landes nahmen jetztDank- nnd Vertrauens-Adressen ihren Weg nach München Auch an die inFrankflirt mittagenden Abgeordneten aus Deutsch-Tyrol lind Vorarlbergrichtete der „Verein für parlamentarische Bildung" zu Innsbruck eineDank- und Vertrauens-Adresse: „Wir sehen Sie muthvoll und mit un-beugsamer Kraft einer im Finstern schleichenden Partei gegenüber dieWaffen des Rechtes und der Wahrheit für die Unzertrennlichkeit des LandesTyrol, für das letzte Stück deutscher Erde erheben"; der Verein halte sichüberzeugt, „daß Sie nie Ihre Stimme herleiheil werden auch nur eineHandbreit deutschen Landes vom Mutterherzcn losreißen zu lassen. Siewerden uns nicht dem Schmerz überantworten daß der goldene Traumeines deutschen Vaterlandes, die süßeste Hoffnung unserer Herzen auf