VII
Jeder hat seine Lobcr und Tadler —
Selbst der Wirth znm goldenen Adler.
Vom Lobe sei hier geschwiegen, vom Tadel nur der-jenige erwähnt der mir am häufigsten, selbst von wohl-wollenden Stimmen, zu Gehör gebracht worden. Denn gleichdem ersten Bande dieses Werkes wurde vorgerückt daß derVerfasser seine „Lieblingshelden" habe, und dieses Urtheil istseither bei jeder Fortsetzung in der einen oder andern Gestaltwieder aufgetaucht. Darf ich darauf antworten?!
Die heutige Welt, voller Zweifel und Bedenken, vollerMistrauen und Argwohn, vielseits geradezu dem Pessimismusverfallen, hat sich kleingläubig so sehr in das „blil o-clminari"verrannt, daß ihr ganz das Verständnis für das abhandengekommen ist was, einer andern geistigen Atmosphäre ent-stammend, der Fürst von Ligne sagt: „Es ist so schön, nachmeiner Ansicht, zu bewundern! Ich verabscheue die Leute diefür jede gute Handlung einen Grund des Eigennutzes oderder Selbstliebe suchen. Haltet es euch nur vor, daß es ge-meine Naturen seien die es lieben das Glänzende zuschwärzen, und Thoren die den Scheelsüchtigen Beifall zu-klatschen. "
Allein, die Berechtigung des zugegeben, wäre
ich etwa in der Anwendung desselben auf bestimmte Per-sönlichkeiten irre gegangen? Wäre es richtig daß ich, umdie Ausdrücke eines mir sonst günstigen Benrtheilers zugebrauchen, von der mich „erfüllenden kaiserlichen Parteiansicht"befangen, die Zeichnung mancher Charaktere, wie des Banns