Uls das Werk, dessen sechsten Band ich hiermit derÖffentlichkeit übergebe, von mir begonnen wurde — es sindnahezu achtzehn Jahre her seit der erste erschienen — hatteich im Sinne es „vorläufig" bis zur Katastrophe von Vilagoszu sichren; mancherlei Umstände die nicht alle hier zunennen sind veranlassen mich es mit dem „Ereignis vonKremsier" zu schließen, wobei ich mich trösten kann gleichwohlein Ganzes geschaffen zu haben. Denn mit dem März 1849hat die österreichische Revolution, die im Mürz 1848 begonnenhatte und im October aus ihren Höhepunkt gelangt war, ihrEnde gefunden, eine Revolution die, nicht in der Weise ihresVorgehens, aber in ihren Ergebnissen für alle Folgezeit fürden Kaiserstaat von Werth und Einfluß geblieben ist.
Einer der Linkesten von Wien und Kremsier hat denAusspruch gethan: „Diejenigen welche behaupten die öster-reichische Revolution des Jahres 1848 sei eine fruchtlose ge-wesen, wissen gar nicht was sie reden. Keine Revolution istumsonst, und vielleicht keine hat so schnell und radical diealte feudale Gesellschaft über den Hansen geworfen als dieösterreichische. Oesterreich im Anfänge des Jahres 1848 nochbeiläufig in den Zuständen Frankreichs zur Zeit 1789 , hattein einigen Monaten derart die Verhältnisse nmgewälzt daß