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Nothwindige, der Freigebige dagegen gibt das, was er übrig hat.Im einzelnen kann man nun innerhalb dieser verschiedenen Artenwieder Unterschiede machen je nach dem Mehr oder Weniger: soist der Geizige bald ein Sparer, bald ein Knicker, bald ein schmu-tziger Mensch; und zwar liegt das Wesen des Sparers darin,daß er nichts losläßt, der Schmutzige nimmt alles, es mag sein,was es will, der Knicker richtet gewaltige Kraftanstrengung aufdas Kleine; endlich der Falschrechner und der Betrüger ist un-gerecht aus Geiz; ebenso ist auf der Seite des Verschwenders' der Prasser der, welcher ohne alle Ordnung ausgibt, der schlechteRechner der, welcher der durch das Rechnen entstehenden Unlustnicht die Stirne bietet.
Fünftes Kapitel.
Bon der Hochsinnigkeit.
Das Charakteristische des Hochgesinnten müssen wir nach denAttributen bestimmen, die ihm beigelegt werden. Wie man nem-lich auch sonst bei Begriffen, welche wegen der Verwandtschaftund Aehnlichkeit mit andern bis zu einem gewissen Grad unklarsind, weiter ausholen muß, um die richtige Bestimmung zu finden,so ist es auch bei der Hochsinnigkeit. Es ist ja bisweilen derFall, daß Leute von entgegengesetzten Eigenschaften auf Eins unddasselbe Anspruch machet!, wie z. B. der Verschwender und derFreigebige, der Eingebildete und der Würdige, der Verwegeneund der Tapfere; diese haben es nemlich je mit denselben Gegen-ständen zu thun und sind bis auf einen gewissen Grad Grenz-nachbarn, wie denn der Tapfere stand hält gegen Gefahren, wieder Verwegene, nur jeder auf andere Weise, und darin liegt derHauptunterschied. — Was nun den Hochsinnigen betrifft, so liegtsein Wesen, wie schon der Name deutlich macht, in einer gewissenHöhe und Größe des Sinns und des Vermögens; er scheint da-her auch mit dem Würdigen und dem Stattlichen verwandt zusein, wie denn auch diese Gesinnung mit allen Tugenden Handin Hand geht. Denn ein richtiges Urtheil darüber zu haben,was ein großes und was ein kleines Gut ist, ist doch lobens-