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schäften der Endzweck Princip und Voraussetzung: „da das unddas gesund sein soll, so muß das und das geschehen, wenn jenessein soll", wie es theoretisch lautet: „wenn das Dreieck zweirechte Winkel hat, so muß das und das sein". Für das Denkennun ist der Endzweck Princip, für das Handeln aber die Voll-endung des Denkens. Wenn nun der Grund von jeder Rich-tigkeit entweder in der Vernunft oder in der Tugend zu suchenist, und wenn ferner die Vernunft nicht der Grund ist, so stelltsich heraus, daß die Richtigkeit des Zwecks auf der Tugend be-ruht, nicht aber die Richtigkeit dessen, was zum Zweck hinführt.Zweck aber ist das Warum; denn jeder Vorsatz hat einen Gegen-stand und ein Warum. Das Warum nun ist das Mittlere,dessen Grund in der Tugend liegt, welche sich das Warum vor-setzt. Aber der Vorsatz bezieht sich nicht unmittelbar auf dasWarum, sondern auf das, was zu demselben führt. Die Er-reichung dessen nun, was man um des Endzwecks willen thunmuß, gehört einem andern Vermögen") an; davon aber, daßder Endzweck des Vorsatzes richtig ist, ist der Grund in derTugend zu suchen. Und daher kommt es, daß wir die sittlicheQualität eines Individuums nach dem Vorsatz beurtheilen, d. h.nach dem, um dessen willen es handelt, nicht nach dem, was esthut. Ebenso bestimmt auch das Lasier den Vorsatz um desEntgegengesetzten willen. Wenn also jemand, dem es frei stehtdas Gute zu thun und das Böse zu lassen, das Gegentheil thut,so ist offenbar ein solcher Mensch nicht tugendhaft. Darausergibt sich, daß sowohl das Laster als die Tugend etwas Frei-williges ist, denn es ist kein Muß vorhanden, das Schlechte zuthun. Deßwegen ist auch das Laster tadelnswerth und die Tu-gend lobenswerth, denn das unfreiwillige Schlechte und Uebleist nicht tadelnswerth, noch das unfreiwillige Gute lobenswerth,sondern nur das freiwillige. Ferner bei dem Lob und Tadelsehen wir jederzeit aus den Vorsatz in erster Linie, nicht auf dieHandlungen. Freilich ist die wirkliche Bethätigung der Tugendvorzüglicher als der bloße Vorsatz, weil man Schlechtes auch
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