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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Achtes Buch.

Opfer und bei Gelegenheit derselben Zusammenkünfte veranstalten,erweisen sic einerseits den Göttern Ehrenbezeugungen und verschaffenandererseits sich selbst vergnügliche Erholungen; denn allem An-schein nach sind die Opfer und Zusammenkünfte in alter Zeit nachEinbringung der verschiedenen Feldfrüchtc als eine Art von Erst-lingsopfer angestellt worden, denn in solchen Zeitmomcnlen hattendie Menschen die meiste Muße?).

6. Alle solche Vereine also sind, wie wir sahen, nur Theile desstaatlichen Vereins, und von jeder Art solcher Vereine wird aucheine besondere Art von Freundschaft der Mitglieder die Folge sein,deren Eigenthümlichkeit durch Natur und Zweck des betreffendenVereins bestimmt wird.

kompagnie, welche nach einem Solonischen Gesetze berechtigt waren, Fch ihreeigenen Statuten ju geben. S. WachSmuth, Hellen. AlterthumSkunde II, l,S. 23K u. >90.

Kriegs ge n o sse n sind wohl Mitglieder von Kompagnien, die es ausFreibeuterei zu Wasser und zu Lande gegen barbarische Völker abgesehen hatten.S. WachSmuth II, I, S. 64 u. I9K; also Kapergesellscha ftcn.

PH hl etcn hießen die Mitglieder einer Phyle, d. h. einer statistische»BolkSabtheilung, deren eS seit KlistheneS in Athen bekanntlich zehn gab. DieUnterabtheilungen derselben heißen Dömen, d. h. Landgemeinden, deren Zahl sichauf 174 belief, und deren Mitglieder Demoten. Jeder athenische Bürgergehörte zu einer Phyle und zu einem Demos, und die Gehdrigkeit zu demletzteren war erblich. (S. Hermann, Lehrbuch der gricch. StaatSalterthümer§. 9798.>. Unter diesenDemoten" oder Gaugenossen bestand ei» speziellesfreundschaftliches Verhältniß, auf welches Platon im LacheS tp. 180 c.) an-spielt, ein ethisches Verhältniß, das auf die gegenseitigen Pflichten Einstuß hatte.Vgl. unten IX, Kap. r zu Ende.

Thiasvten sind religiöse oder Kultgenossenfchaften zur Begehung vonOpfern und Opferfesten, mit denen ein gemeinsamer Schmaus verbunden war,zu dem jedes Mitglied einen Beitrag (EranoS) steuerte; daher der NameEranisten, d. h. Pickn icksgen vssen. tS. Böckh: Staatshaushaltungder Athener Th. I, S- 2S4.). Solche Gesellschaften befaßen oft ansehnlicheFonds, und wurden auch zu gegenseitigen HülfSvcreinen benutzt. Aristoteleslegt auf solche Vereine großes Gewicht.

2z lieber diese ältesten Opfer, ihre Jahreszeit und Bestimmung, sprichtHoraz (Episteln II, I, ,39-144) dieselben Gedanken aus. Man s. Voß zuVirgil Georg. II, 380 u. Creuzer'ö Symbolik I, S. 181 .