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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Zweites Kapitel.

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der Art nach Verschiedene nimmt ein Zuviel und ein Zuwenig an,wovon im Früheren geredet worden ist"').

Zweites Kapitel.

lieber jene Meinungsverschiedenheiten dürste man indeß leichtins Klare kommen, sobald nur erst erkannt ist, was das Licbens-werthe') sei. Denn man nimmt allgemein an, daß nicht Allesein Gegenstand der Freundschaft werden könne, sondern nur dasLiebenswerthc, dies aber sei entweder gut, oder angenehm, odernützlich. Nun ist doch wohlnützlich" das, wodurch uns ein Gutesoder eine Annehmlichkeit zu Theil wird; somit wären denn alsodas Gute und das Angenehme liebenswerthe Dinge in letzter In-stanz 2).

2. Jetzt fragt es sich: lieben die Menschen das an sich Guteoder das für sie Gute? Denn beides steht zuweilen mit einander inWiderstreit; und ähnlich verhält fich's auch mit dem Angenehmen.Nun gilt es aber für erfahrungsgemäß, daß jedweder eben das fürihn Gute liebt, und daß allerdings, absolut genommen, zwar dasan sich Gute liebcnswerth ist, subjektiv aber nur das, was für daseinzelne Subjekt ein Gutes ist. Und ferner liebt jeder Einzelne nichtdas, was für ihn wirklich ein Gutes ist, sondern was ihm alssolches erscheint. Doch soll dies keinen Unterschied machen; dennes wird dann auch das Liebenswerthe eben nur ein so Erscheinen-des sein.

3. Da es nun also drei Dinge sind, um derentwillen die Men-schen etwas lieben, so bemerke ich zuvörderst, daß bei der Neigung,die man für leblose Dinge empfindet, der AusdruckFreundschaft"

w> Man sehe II, Kap. 7, §. >3. Da«Mittelmaß" lMckorv ist nämlichnicht immer, und nicht in jeder Beziehung nur eines. S. II, Kap. 6, §. S.

Das, was Freundschaft zu erwecken fähig ist. Garvc. T'v PtAizroVist dasjenige, was seiner Natur nach die Neigung des Menschen erregen muß.dlagna dckoral. p. 1208 L. Lelele.

2) Aristoteles sagt:als Endzweck" <u»x

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