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(dieß aber ist nothwendig, wenn das Leben fortdauern soll,) somuß eine Abkühlung der in dem Centralorgan befindlichen Wärmeeintreten. Einen Beweis hiefür kann man finden an den er-stickenden Kohlen: wenn man diese fest verschließt und dauerndzudeckt mit dem sogenannten Stickdeckel, so erlöschen sie sogleich;wenn man aber oft nach einander abwechselnd den Deckel weg-nimmt und wieder aufseßt, so erhält sich die Glut noch langeZeit. Birgt man aber das Feuer in der Asche, so erhält es sichlange; es ist nemlich ein Zutritt der Luft möglich wegen derLockerheit der Asche, und es ist durch die äußere Luft gegen dasErlöschen ein Schutz hergestellt für die Menge der inneren Wärme.Doch über die Ursachen hievon, warum das Gegentheil geschieht,wenn man das Feuer in der Asche birgt, und wenn man eserstickt, warum es in einem Fall aufhört, im andern noch langeZeit sich erhält, darüber ist bei den Problemen die Rede gewesen.
Drittes (6.) Kapitel.
Von dem Leben der Pflanzen.
Jedes lebende Wesen hat eine Seele und es kann, wie obengesagt, ohne natürliche Wärme nicht existiren. Bei den Pflanzennun ist der durch die Nahrung und die äußere Luft vermittelteSchutz ausreichend zur Erhaltung der natürlichen Wärme. DieNahrung an sich nemlich bewirkt, indem sie hineinkommt, eineAbkühlung, wie auch bei den Menschen; das Fasten dagegen be-wirkt Wärme und Durst; wenn nemlich die Luft keine Bewegunghat, so wird sie allemal warm, wenn aber die Nahrung herein-kommt, so kommt die Luft in Bewegung und bewirkt so eineAbkühlung, bis die Verdauung vollzogen ist. Wenn aber dieäußere Luft in Folge der Jahreszeit zu kalt ist, bei starkem Frost,so vertrocknet die Wärme, oder wenn im Sommer starke Hitzeeintritt und so die aus dem Boden gezogene Feuchtigkeit keineAbkühlung bewirken kann, so geht die Wärme allmälich durchSelbstverzehrung zu Grund, und man sagt um diese Zeit, dieBäume haben den Brand oder sie leiden am Sonnenstich. Deß-