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zunehmen, daß es von dem Umgebenden zerstört wird. Ist nundieß genügend, so erklärt es sich aus dem Gesagten; wenn abernicht, so müssen wir annehmen, daß etwas aktuell Entgegengesetz-tes vorhanden ist und daß ein Ueberrest zurückbleibt. Deßhalbwird die kleinere Flamme durch die große verbrannt in acciden-teller Weise, weil die Nahrung, welche von der kleinen Flammein langer Zeit verzehrt wird als Rauch, von der großen Flammein kurzer Zeit verzehrt wird. Deßhalb ist denn Alles immer inBewegung und entsteht oder vergeht. Das Umgebende aber istentweder mitwirkend oder entgegenwirkend. Und daher kann etwasin Folge einer Veränderung zwar kürzer oder länger dauern, alseigentlich seine Natur ist, ewig aber ist nichts, was einen Gegen-satz in sich schließt; die Materie aber hat sofort den Gegensatzin sich. Daher wenn etwas in die Kategorie des Wo gehört,so ändert es den Ort; wenn in die der Quantität, so ändert essich in Hinsicht des Wachsens und Abnehmens; wenn in die derQualität, so erleidet es eine innere Verwandlung.
Viertes Kapitel.
Ob Größe, Aufenthalt und dergleichen Ursache sei für Länge oder Kürzedes Lebens?
Dem Vergehen weniger ausgesetzt sind weder die größtenThiere (denn das Pferd lebt kürzer als der Mensch), noch diekleinen, (denn viele Insekten leben nur ein Jahr lang), noch diePflanzen überhaupt gegenüber den Thieren, (denn manche Pflan-zen leben nur ein Jahr), noch die mit Blut versehenen, (denndie Biene lebt länger als manche Thiere, welche Blut haben),noch die blutlosen, (denn die Weichthiere leben nur ein Jahr,obwohl sie blutlos sind), noch die auf dem Land lebenden Thiere,(denn es gibt auch Pflanzen und Landthiere, welche nur ein Jahrlang leben), noch die im Wasser lebenden, denn auch im Wassergibt es Thiere, welche kurz leben, wie die Schalthiere und dieWeichthiere. Im allgemeinen findet sich das längste Leben beiden Pflanzen, z. B. dem Palmbaum, sodann bei den Blut haben-den Thieren mehr als bei den blutlosen, und bei den Landthieren