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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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Gesagten die Einen durch diese, die Andern durch jene Affektionleicht sich täuschen lassen, so der Schlafende durch den Schlafund die Bewegung der Sinnesorgane und die sonstigen Vorgängein der sinnlichen Wahrnehmung, so daß das, was nur eine ge-ringe Aehnlichkeit mit der Sache hat, doch als die Sache selbsterscheint Wenn man nemlich schläft, so nehmen mit dem Stromdes meisten Bluts die darin enthaltenen Bewegungen ihre Rich-tung auf das Centralorgan, sowohl die potenziellen, als die ak-tuellen. Sie verhalten sich aber so zu einander, daß bei dieserGesammtbewegung bald diese einzelne Bewegung besonders zurErscheinung kommt, bald, wenn diese aufgehört hat, eine andere.Sie verhalten sich also zu einander, wie die aus Thon gebildetenFrösche, welche im Wasser auftauchen, wenn das Salz von ihnenabschmilzt. So sind die Bewegungen zunächst potenziell vorhan-den, sie treten aber in Aktualität, sobald das Hinderniß entferntist und bewegen sich nun, indem sie sich in dem in den Sinnes-organen enthaltenen, zurückgelassenen wenigen Blut anflösen,wobei sie eine Aehnlichkeit an sich haben, wie die Erscheinungender Wolken, welche sich schnell verwandeln und bald wie Men-schen, bald wie Centauren aussehen. Jede solche Erscheinung ist,wie gesagt, ein Ueberrest der aktuellen Wahrnehmung, und wennder Gegenstand der Wahrnehmung nicht mehr selbst gegenwärtigist, bleibt doch jenes Bild und man kann mit Recht sagen, daßes so ist wie Koriskus, aber nicht Koriskus selbst. Im Augen-blick der Wahrnehmung aber sagte das entscheidende Centralorgannicht, es sei Koriskus, sondern bezeichnte auf Grund der Wahr-nehmung den Wahrgenommenen als Koriskus. So sagt alsodieses Organ aus über das, was es wahrnimmt, sofern es nichtgänzlich von dem Blut gehemmt wird, wobei es dann eigentlichgar nicht wahrnimmt, und hiezu wird es in Bewegung gesetztdurch die in den Sinnesorganen gelegenen Bewegungen. Undda hält man nun das Aehnliche für das Wirkliche selbst. Dabeiist die Macht des Schlafs so groß, daß man es oft gar nichtmerkt. Es ist, wie wenn man den Finger unter das Auge legt:merkt man dicß nicht, so wird das Eins als zwei nicht bloßerscheinen, sondern man wird auch glauben, daß es zwei seien,