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das Ganze wahr, wie die ganze Ende. Ebenso verhält es sichdann mit ^,6: immer nimmt man in einem Theil nnd einenTheil wahr, das Ganze aber kann man nicht wahrnehmen. Soist also alles wahrnehmbar, aber man sieht nicht, wie groß esist; so sieht man die Größe der Sonne und das vier Ellen Langevon ferne, aber nicht in der wirklichen Größe, sondern es ist bis-weilen etwas untheilbar, man sieht es aber nicht als solches. DieUrsache davon ist oben angegeben worden. Hwraus ergibt sichalso, daß keine Zeit wahrnehmbar ist. Nun müssen wir aber nochdie oben genannte Frage untersuchen, ob es möglich ist oder nicht,mehrere Gegenstände zugleich wahrzunehmen? Unter dem Zu-gleich verstehe ich ein Verhältniß in Einer ungetheilten Zeit.Erstlich nun, ist es so möglich, daß man zwar zugleich wahr-nimmt, aber je mit einem andern Theil der Seele, der nicht nn-getheilt ist, aber doch so ungctheilt, wie ein zusammenhängendesGanzes? Oder — was zuerst die unter denselben Sinn fallen-den Eindrücke betrifft, also z. B. die des Gesichts, — wenn dadie Seele je mit einem andern Theil diese und jene Farbe wahr-nimmt, wird sie mehrere, der Art nach identische Theilc haben?Was man wahrnimmt, gehört ja derselben Gattung an. Mankönnte nun sagen, wie man zwei Augen habe, so könne es jaganz wohl auch in der Seele sein, indem etwa aus diesen ZweienEines werde und beide Eine Aktualität haben; wenn dann dasaus beiden Entstehende Eins sei, so wird dieß das Wahrnehmendesein, seien sie aber gesondert, so würde es sich anders verhalten.Ferner werden dieselben Sinneswahrnehmungen mehrere sein, wiewenn man von verschiedenen Arten des Wissens spricht; dennweder ist die Aktualität ohne die entsprechende Potenz, noch eineWahrnehmung ohne jene Aktualität. Wenn man aber diese ver-schiedenen Dinge in Einem ungetheilten Moment wahrnimmt, soist klar, daß dann auch das Andere; denn es ist doch, wie ge-sagt, leichter möglich, die genannten mehreren Dinge zugleich wahr-zunehmen, als solche, die der Gattung nach verschieden sind.Wenn nun die Seele mit einem andern Theil das Süße, miteinem andern das Weiße wahrnimmt, so ist das aus beiden Be-stehende entweder Eins oder es ist nicht Eines. Aber es muß