das, was sich nährt, ist nicht einfach, weßhalb es auch Excrementegibt von der Nahrung, entweder in den Thiereu selbst — oderaußerhalb, wie in den Pflanzen. Ferner pflegt auch das Wasserallein nicht zu ernähren, wenn es nicht gemischt ist; denn das,was eine Verbindung -eingehen soll, muß körperlich sein, lieber»dich ist es noch viel weniger begründet, daß die Luft körperlichwerde. Dazu kommt, daß alle Thiere einen Ort zur Aufnahmeder Nahrung haben, woraus der Körper die Nahrung zieht undin sich aufnimmt; das Organ für das Riechbare aber ist im Kopf,und dieses kommt mit einer luftartigen Ausdünstung hinein, sodaß es also in den für das Riechen bestimmten Ort kommt. Soist also klar, daß das Riechbare als solches nicht zur Ernährungbeiträgt; daß es jedoch für die Gesundheit nicht gleichgiltig ist,geht aus der Empfindung und aus dem Gesagten hervor, und soist das Riechbare für die Gesundheit das, was der Geschmack indem Nährenden und für die Ernährung ist.
Diese Bestimmungen also gelten für die einzelnen Sinne.
Sechstes Kapitel.
Von der Theilbarkcit der Sinnesobjekte, lieber die Fortpflanzung
der Sinneskindrücke.
Man kann nun die Frage aufwcrfen: wenn jeder Körperin's Unendliche getheilt wird, ist dieß auch anzuuehmen bei de»sinnlichen Eindrücken, also bei Farbe, Geschmack, Geruch, Schwere,Schall, Kälte, Wärme, Leichtigkeit, Härte, Weichheit? Dieß istwohl nicht möglich; denn jedes dieser Stücke bringt die sinnlicheWahrnehmung hervor; denn darin liegt ja eben ihre Bedeutung,daß sie eine Bewegung der Sinneswahrnehmung hervorbringmkönnen. Also muß dann nothwendig die sinnliche Wahrnehmungin's Unendliche theilbar sein und jede Größe muß wahrnembarsein; denn es ist unmöglich, etwas Weißes zu sehen, ohne das;es eine Quantität hätte. Sonst wäre es ja möglich, daß escinen Körper gäbe ohne Farbe, ohne Schwere und überhauptohne eine solche Bestimmtheit. Alsa wäre er gar nicht wahrnehm-bar ; denn die genannten Bestimmungen bilden ja eben den Ge-