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folgt daraus, daß man auf diese Weise die Sache erklären undjedes Sinnesorgan mit einem Element in Verbindung bringenmuß. Am Auge ist der Theil, welcher die eigentliche Sehkraftenthält, offenbar aus Wasser, das Organ, welches Geräuschwahrnimmt, ist aus Luft, der Geruchssinn ist aus Feuer. Wasnemlich der Geruch aktuell ist, das ist das zu riechen fähigeOrgan potenziell: der Gegenstand der Wahrnehmung bringt dieWahrnehmung zur Aktualität, so daß dieselbe uothwendig zuerstpotenziell vorhanden sein muß. Der Geruch aber, d. h. das,was man riecht, ist eine rauchartige Ausdampfung, welche ausFeuer besteht. Deßhalb befindet sich auch das Organ des Rie-chens in dem Raum, der das Gehirn umgibt; denn die Materiedes Kalten ist der Potenz nach warm. Ebenso verhält es sichauch mit der Entstehung des Auges: es ist nemlich aus demGehirn gebildet: das Gehirn ist nemlich am feuchtesten undWesten von allen Theilen des Körpers. Das Tastorgan aberist aus Erde, und das Geschmacksorgan ist eine Unterabtheilungdes Tastsinns. Deßhalb ist auch das Organ des Schmeckensund des Tastens in der Ncihe des Herzens: das Herz nemlichliegt dem Gehirn gegenüber und ist der wärmste Theil.
Soviel von den einzelnen Wahrnehmungsorgauen des
Drittes Kapitel.
Von der Farbe.
Was das Wahrnehmbare betrifft, sofern es den Gegenstandder einzelnen Sinnesorgane bildet, also z. B. Farbe, Schall,Geruch, Geschmack, Tasten, so ist darüber im allgemeinen in denUntersuchungen über die Seele die Rede gewesen ') und gesagtworden, worin ihre Funktion besteht und was die Aktualität inBeziehung auf jedes einzelne Sinnesorgan zu bedeuten hat; nunmüssen wir aber noch weiter die Frage beantworten, wie manjedes einzelne zu bezeichnen hat, also: was ist Farbe, was ist
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