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Grund vorhergehender Wahrnehmung ihre Nahrung aufsuchenund das schlechte. Verderbliche fliehen, denen aber, welche mitVernunft begabt sind, dienen jene Sinne auch zum Wohlbefin-den, sofern sie viele Unterschiede vereiteln, woraus die Reflexionauf dasjenige entsteht, was Objekt des Denkens und des Han-delns ist. Von diesen Sinnen selbst ist für das nächste Bedürfnis;und an sich der Gesichtssinn vorzüglicher, für die Denkthätigkeit,in accidenteller Weise, der Gehörsinn. Das Gesichtsvermögennemlich theilt viele mannigfaltige Unterschiede und Merkmale mit,weil alle Körper eine Farbe haben, woraus denn folgt, daß wireben vermittelst dieses Sinnes hauptsächlich das Allgemeine wahr-nehmen, unter dem Allgemeinen aber verstehe ich Gestalt, Größe,Bewegung, Zahl; das Gehör aber vermittelt nur die Unterschiededes Schalls, für einige Wesen auch die der Stimme, des arti-kulirten Lauts. In accidenteller Weise ist für die Denkthätigkeitder Gehörsinn von der größten Bedeutung. Die Rede nemlichbegründet das Lernen eben sofern sie hörbar ist, nicht an sich,sondern accidentell; sie besteht nemlich aus Bezeichnungen, dieseletzteren aber haben symbolische Bedeutung. Deßhalb sind vondenjenigen, welche den einen oder anderen dieser zwei Sinnevon Natur nicht besitzen, die Blinden intelligenter als die Taub-stummen. — Soviel über die Bedeutung, welche jedem einzelnenSinn zukommt.
Zweites Kapitel.
lieber die Beziehung der einzelnen Sinne auf die Elemente. Ansichtenfrüherer Philosophen.
Was nun die Frage betrifft, in welchen Sinnesorganendes Körpers die Sinne ihren Sitz haben, so sind- Einige bemüht,die Elemente der Körper zu Grund zu legen; da sie aber nichtim Stand sind, die fünf Sinne mit den vier Elementen in Ver-bindung zu bringen, so kommen sie hinsichtlich des fünften Sin-nes in Verlegenheit. Alle begründen den Gesichtssinn auf dasFeuer, weil sic die Ursache einer gewissen Affektion verkennen:wenn nemlich das Auge gedrückt und bewegt wird, so scheint