384
1422 Johannes Schürpher, decnnus ccclesiae Consfanciensis, iudex et executor literarum apostolicarum
11. Febr. Martini papae Quinti (d. d. llorencie xvi kln. Augusli 1410) Fridericum de Friberg, armigerumAugustcnsis dioecesis, monet, quatenus ab hominum raonasterii Campidonensis defensionis et advocatiae! usurpatione et ab molestatione et perturbatione abbatis et conventus raonasterii praedieti desistat, nec-non praedictum Fridericum de Friberg ad se Constantiain citat. Quam monitionem et citationera perConradura Schnetzcr, alias Ilerfzog, presbyteruni Constanciensis dioecesis et publicum notarium, subscribiet publicari mandat. Testes: Walther de Loubenberg in Ehingen, Fridericus Sör in Oeningen, JohannesBaris in Jonswil, ecrlesiarum rectorcs, et Johannes Wyss, capellanus capellae sancti Nicolai in ecclesiaConstanciensi. A. Constancie in curia canonicali habitacionis nostre die Mercurii vndecima mensisFebruarii.
„ Hanns von Werdenstain zu Werdenstain trifft hinsichtlich der 4 Güter zu Lolsternang, die von
Jiik Bach, Hanns Bach, II: nns Mouschlin und Haintz Näter bebaut werden, dann des Gutes zu Sunder-dorff, auf dem Utz Miller, Cunrat Mangolt und ihre Schwester Eis, des Gutes zu Tuiffcnbach, aufi dem Cunrat Bufcrs Sohn, und des Gutes zu Sigiswang, auf dem Claus Tüng, Hanns Raich und nainfzGrüter sitzen, die, als im Albgow, er und der ehrwürdige Herr Hainrich Aendorffer, Probst desGotteshauses zu dem hl. Kreuz in Augspurg, gemeinschaftlich besitzen und worüber er Vogt ist, mitdemselben ein derartiges Abkommen, dass, so oft eines jener Güter besetzt werden soll, er diesesdem Probst zu wissen machen, dieser entweder selbst dazu kommen oder Abgeordnete schicken,widrigenfalls aber er jene Besetzung allein vornehmen, und die Gefälle davon zu gleichen Theilenmit dem Probst theilen soll, ln Bezug auf das Gut Frowbrechts soll der Probst keine andere An-sprüche als auf die bisherige jährliche Gilt von 40 Käsen haben. Mitsiegler: die ehrbaren Mannen,Benfz Reichenbach, Stadtamman zu Kempten, und Frick Grünenberger, Bürger daselbst, G. am Mitt-woch nach St, Agten Tag. (c. 3 S.)
,, Vlreich der Müldorfler, derzeit l'ehantt, und das Capitel des kaiserlichen Stifts zu Alten
Cappelen verleihen Dietreichen dem Scmlär, Steinmetzen und Bürger zu Regenspurg eine Oedlentt, indem Gerichte der Vorstadt zu Regenspurg gelegen, mit dem Bedinge, dass derselbe die beiden erstenJahre zinsfrei seyn, die folgenden Jahre aber 3 Pfund Wachs jährlich reichen solle. Zeugen undTeydinger: Vlreich der Chastner zu sand Clären, Bürger zu Regenspurg, Albrecht der Chünig zuobern Winczcr, der Lawtel in der Pürig und Vlreich Lawtel, sein Sohn, Bürger zu Regenspurg etc,G. des Miehcns nach sand Appolonien tag der heiligen Jungkfrawen. (c. S.)
12. Febr.
Meister Hanns Schiebt, Meister in den Sieben Künsten, Lehrer in der Arznei, gebürtig von| Ulm, wird von dem Rath zu Regenspurgaufein Jahr als Stadtarzt aufgenommen, soll dafür 60 Reinischo; Gulden erhalten, steuerfrei sein, aber von allenfalls gekauften Gut, das auch vorher schon zur StadtI steuerpflichtig gewesen, und auch, wenn er Wein ausschenken wollte, die gewöhnlichen Steuern ent-! richten. Er gelobt eidlich, seine Pflicht zu thun und ohne Erlaubniss nicht wegzuziehen oder anderswoI seine Kunst auszuüben. Der Rath soll ihm nach einem halben Jahr absagen können, und er dann
/