338
1420
Nusdorffer und dessen Hausfrau Agnesen, Dietreichcn des StnwfTers Tochter, die 50 Pfund müncherPfenning jährlicher Gült gelöst habe, die sie ron dem Kloster Gcysenveld und dessen armen Leutenbisher hatten; diese 50 Pfd. verschreibt er hiemit dem genannten Michelspeck, um sie jährlich in2 Fristen solange zu erheben, bis obige 640 Guidein getilgt sind. G. zu München, am Freytag nachund Vallcnteins Tag. (c. S.)
17. Febr.
Wilhelm von Abenberg und Anna, seine eheliche Hausfrau, verkaufen an Johannes, Bischofzu Wirczpurg, ihren Theil an dem Schlosse Swarozenbergk mit den dazu gehörigen Dörfern etc. alsinnes Eigen für siebenthalbhundert Gulden rheinischer Landeswährung zu Franken. Mitsieglcr: Apelvor Lichtenstein, Ritter, vnd Cuncz von Abenberg, sein Vetter. G. am liebsten Sambstag vor demSuntag als man in der heiligen Kirchen zu Chor singet Eslo mihi. (c. 3 S.)
22. Febr.
Conrad von IIoppingen, Vogt zu Wemdingen, und dessen Zusatz, Jörg von Tzypplingen, HansAlthaymer zu Vtzmemmingen, Eberhard von Ryeden, Vogt tcutsches Ordens zu Dinkelspiihel, undHans Rabenstayn zu Trühedingen erkennen in dem Streite der Abtissin zu Tzymmern und Sigmundsvon Leorod, Cointhurs von Oeting, wegen des Gerichtsstabcs zu Pfefllingen zu Recht, dass dieAbtissin und ihr Gotteshaus fürbass den Gerichtsstab zu PfelTlingen in der Hand haben und Fragersein sollen. G. am Donrstag vor dem weyssen suntag. (c. 3 S.)
25. Febr.
Der Römische König Sigmund verleiht dem Ritter Herman von Breidenstein die von demselbenererbten Rechte und Gewohnheiten auf dem Feldner Forst und an andern Orten als Reichslehen.G. zu Breslau am St. Mathis des heiligen Zwölf boten Tag. (c: S.)
26. Febr.
Graf Johan von Luppfen, Lantgraf zu Slulingen und Herr zu Hohenack, Sigmunds, römischenKönigs Hofrichter, bestätiget dem Cuncz von Rosenberg den wegen des Zehenten, grossen und kleinen^zu Lore am Montag vor unser Frauentag Assumptionis 1415 von dem Landgericht des llerzogthumsFranken zu Wirczpurg ergangenen Ervollungs-Urtheilbrief. G. zu Bresslaw des ncchsten Montagsnach dem Suntag, als man in der heiligen Kirchen singet Invocavit.
4. März;
Sigmund römischer Kunig, vor welchem sich Johann Bischof zu Eystet, Friedrich Markgraf zaBrandenburg, Burggraf zu Xuremberg, Ludwig Graf zu Oetingen und viele andere geistliche undweltliche Personen beklagt haben, dass Ludwig Herzog in Bayern sie und die ihrigen mit neuenvorher ungehörten und in teutschen Landen ungew hnlichen Fiinden und Ufsefzen beschwere undinsbesondere mit seinen Landgerichten oder Landschrannen zu Hirsperg, Grnyspach und II ichstcttenverurtheile und ächte, erklärt alle Imdungen, Uriheile und Aechlungen die an den Landgerichten zuIlirschberg, Graispaeh und Hochstetten von dem erwähnten Herzog Ludwig und seinen Landrichternwider die Leute und Güter der vorbenannten Kläger geschehen sind als kraftlos und unschädlich, undhebt die genannten 3 Landgerichte auf. so dass daselbst bis auf weitere Bestimmung auf keine Weisegerichtet werden soll G. zu Bresslaw am vierden Tag des Mondes Mertzen. (Vidimirl anno 1420