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12 : (Continuationis VIII) (1849) 1408 - 1422
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1415

8. Jan.

Sigmund, Römischer König, bestätiget dem Bischof Albreeht zu Regenspurgk, dem Domcapileldaselbst und allen Klöstern, Kirchen und der ganzen Geistlichkeit in und ausser dieser Stadt allePrivilegien, erklärt alle Gesetze und Gewohnheiten, die den Bürgermeistern und Burgern dortselbstgegen jenen Clerus irgend eine Macht einräumen, fiir aufgehoben und kraftlos, befreit denselbenBischof und Clerus von aller weltlichen Gerichtsbarkeit und nimmt sie in seinen und des Reichesbesondere Schutz. G. zu Costentz an Sand Erhartz tag.

9, Jan.

Derselbe bestätiget dem Ehrsamen Egg, Abt zu Ottcnburen, und dem Kloster daselbst alleRegalien, Herrlichkeiten, Rechte, Gnaden, Freiheiten, Privilegien und Handfesten seiner Vorfahren,der Römischen Kaiser und Könige, G. zu Costentz des nechsten Mittwochens nach sand Erharlstag. (c. Sig.)

10. Jan.

Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayren, verleihen dem Herrn Chunrad demTeggrenbeck, Abt des Gotteshauses zu Scheyrn, und dem Convent daselbst und deren Nachfolgernihren halben Erzzehent zu Fischpachaw, soweit des Gotteshauses Eigenthum daselbst reicht. G. zuMünchen an Sambtztag nach dem heyligen Obristen. (c. 2 S.)

12. Jan.

Hanns Layminnger zu Amerang, Pfleger zu Müldorf, entscheidet als erwählter Schiedsrichterzwischen den Herzogen Ernst und Wilhalm in Beyern einer- und Partzival dem Pellchinger anderer-seits, dass Erstcre dem Pellchinger und dessen Helfern wegen der Fehde, die derselbe gegen sieunternommen, gut Freund sein und gnädige Herren bleiben und dazu schriftlich sich verbindlichmachen und auch der Pellchinger dasselbe gegen die Herzoge tlmn soll. Auch sollen diese demPellchinger auf den nächsten St. Jorgentag 150 gute Gulden für seine Ansprüche bezahlen, und dazu2 Bürgen stellen. G. am Samstag nach St. Erhards Tag. (c. S.)

14. Jan.

Die Gebrüder Ulreich und Leonhart die Taeg, vor Zeiten Bürger zu Laugingen, von der Bür-gerschaft daselbst wegen der Theilnahrne an der Ermordung des Hanns Sighart nach Hochstetten vorLudweig, Graf von Oetingen und Ilauptinann in Obern Paeren, als Gefangene gebracht, aber in Rück-sicht auf das freie Geleit, das sie haben, begnadigt, schwören Urfehde. Siegler: Ritter Veit vonRechperch zu Uohenrechperch, und die Bürgermeister und Räthe der Städte Guntzpurch und Leiphaem.G. am Montag vor Anthony, (c. 3 S.)

15. Jan.

Vlrcich Goldner, Bürger zum Newn Margt, empfängt durch Graf Ludwig von Oetingen, Ilaupt-mann in Obern Bayern, anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern, den Zehent zu dem Iluntlershof ausden Aeckern, genannt das Ilagenlehen, und den Zehent aus einem Tlicil der Mairücker daselbst zuLehen. Siegler: Hanns Loterpeck, Landrichter, D. feria tercia Ante Anthoni confessoris. (c. S.)

16. Jan.

Chunrat Lindenmayr von Ilochenprunn, durch Sigmund Waltenhofer auf Befehl des HerzogsWilhalm gefangen gesetzt, schwürt bei seiner Entlassung Urfehde, verspricht gegen den Lieb vonIlochenprunn und dessen Schwester nichts feindliches zu thun, und dem Abt zu Tegernsee den