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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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beruht; sodann folgen die, bei welchen zwar klar ist, daß dieLösung auf Trennung oder Aufhebung beruht, nicht klar aber,welche von den Fragen aufzuheben oder zu trennen ist, um dieLösung zu gewinnen, und ob die Lösung auf dem Schlußsatz odereinem der Vordersätze beruht.

Bisweilen ist ein solcher nicht wirklicher Schluß ganz ein-fältig, wenn nemlich die Sätze ganz unwahrscheinlich und falscksind; bisweilen aber darf man ihn nicht gering achten. Wennnemlich eine Frage fehlt, welche wesentlich zur Beweisführung undzur Begründung gehört, und der Schluß diese nicht ausdrücklickenthält und daraus schließt, so ist es ein einfältiger Schluß; wennaber nur etwas nicht eigentlich dazu Gehöriges fehlt, so darfman sich nicht leicht darüber hinwegsetzen, vielmehr der Schlußselber ist ganz recht, nur hat der Fragende nicht recht gefragt.

Wie aber die Lösung gerichtet ist bald gegen den Schluß,bald gegen den Fragenden und die Frage, bald gegen keines vondiesen beiden, ebenso kann man auch die Fragen und Schlüsserichten bald gegen die Thesis, bald gegen den Antwortenden, baldgegen die Zeit, wenn nemlich die Lösung mehr Zeit bedarf, alsim Augenblick für die Disputation verwendet werden kann.

Viermiddreißigstes Kapitel.

Rückblick und Schluß.

Im Bisherigen ist nun davon gehandelt worden, aus wievielen und aus was für Momenten die Trugschlüsse in denDisputationen zu Stande kommen, wie wir das Falsche Nachwei-sen und paradoxe Behauptungen Hervorrufen können, ans welchenPrämissen der Schluß sich ergibt, wie man fragen muß und wel-ches die Stellung der Fragen ist, ferner zu welchem Zweck solcheSchlüsse gebraucht werden können, wie im Allgemeinen zu ant-worten ist und auf welche Weise man die Beweise und Schlüsseauflösen muß. Nun haben wir noch einmal zu erinnern auunser anfängliches Thema, um sodann noch einige Worte darüberzu sagen und unsere Untersuchung abzuschließen.