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Wie inan ferner beim Antworten solchen Beweisführungenentgegenzutreten hat, ist klar, wenn unsere früheren Angaben überdie Ursachen der Trugschlüsse richtig sind und Wenn die Einthei-lung der unredlichen Vortheile beim Fragen der Sache entspricht.Es ist aber nicht dasselbe, ob man die Beweisführung durchschautund die Schwierigkeit zu lösen versteht, und ob man im Standist, auf die gestellten Fragen rasch zu entgegnen. Denn waswir wissen, das erkennen wir oft nicht, wenn es eine andereForm erhält. Wie ferner sonst die größere oder geringere Rasch-heit sich nach dem größeren oder geringeren Maß der Uebungrichtet, so ist es auch beim Disputiren, daher wir, wenn wiretwas ganz Wohl erkennen, aber keine Uebung haben, die günstigeGelegenheit oft versäumen, indem wir erst hintendrein kommen.Es geht hier oft wie bei geometrischen Zeichnungen: auch dortverstehen wir oft wohl die Analysis, aber nicht die Synthesis;so wissen wir auch oft bei den Elenchen wohl, wie die Beweis-führung zusammenznfügcn ist, sind aber mit der Auflösung inVerlegenheit.
Siebenzehntes Kapitel.
Bon wirklicher und scheinbarer Lösung der sophistischen Syllogismen.
Erstens: wie wir für den Schluß die Regel geben, daß manmehr — nemlich je und je — den Schein eines Schlusses alseinen wirklichen Schluß zu Stande bringen muß, so muß manauch bei den Lösungen je und je mehr auf den Schein als aufeine wirkliche Lösung es absehen. Ueberhaupt darf man ja imKampf gegen die Eristiker, diejenigen, welchen es bloß ums Strei-ten zu thun ist, nicht davon ausgehen, daß man sie wirklich zuwiderlegen, sondern daß man nur den Schein einer Widerlegunghervorzurufen hat. Wir geben ja nicht zu, daß dieselben in Wirk-lichkeit einen Schluß zu Stande bringen, also dürfen wir auchmit unfern Berichtigungen nur den Schein einer Widerlegungzerstören. Ist nemlich der Elenchos, die Widerlegung, ein vongewissen Sätzen ausgehender, nicht homonymer Widerspruch, so