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und der Fragende verlangt, daß der Antwortende seine Meinungsage über eine von Anfang an für wahrscheinlich geltende Be-hauptung, wenn er also die Frage hierüber so stellt: bist du da-mit einverstanden oder nicht? War nemlich diese Frage der Art,daß der Schluß darauf begründet wird, so muß nothwendig einParadoxon oder ein Elenchos sich ergeben, nemlich wenn der Ant-wortende zugibt, ein Elenchos, wenn er nicht zugibt und es nichtfür wahrscheinlich erklärt, ein Paradoxon, wenn er nicht zugibt,es aber für wahrscheinlich erklärt, etwas dem Elenchos Nahe-kommendes.
Ferner muß man, wie in der Rhetorik, so auch bei denGegenschlüssen, auf das Acht haben, was im Gegensatz steht ent-weder zu den eigenen Behauptungen oder zu den Behauptungenderjenigen, welche eingestandenermaßen in ihrem Reden oder Han-deln auf dem rechten Wege sind, so auch derer, welche dafürgelten oder ihnen zu vergleichen sind, und zwar der meisten oderAller. — Wie ja auch die Antwortenden oft, wenn sie im Be-griff sind widerlegt zu werden, zu einer Zweideutigkeit ihre Zu-flucht nehmen, so muß man auch im Fragen bisweilen hievonGebrauch machen gegenüber den Einwendungen, nemlich wennetwas bei dieser Fassung sich ergibt, bei jener aber nicht, so mußman sagen, man habe es nach dieser Fassung genommen, wieKlcophon ') thut im Mandrobulos. Auch ist es zweckmäßig, vonder Beweisführung abzulasscn und so die noch übrigen Angriffeabzuschneidcn, und wenn man die Rolle des Antwortenden hatund ein solches Verfahren des Gegners voraussieht, muß manvorher Einwendungen machen und Behauptungen aufstellen. Auchmuß man bisweilen auf Dinge, welche von dem Gegenstand ver-schieden sind, seine Angriffe richten und den eigentlichen Punktverbessern, wenn man kein Mittel mehr zum Angriff darauf hat;was auch Lykophron^) that, als ihm die Aufgabe gestellt war,die Lyra zu verherrlichen. Wenn aber der Gegner verlangt, daß
1) Ein tragischer Dichter zu Athen.
2) Ein Sophist, welcher nach den alten Erklärern nicht das Instrument pries,sondern das Gestirn Lyra und die Lyrik,