sondern es muß auch sonst alles Vorgeschriebene') in der Defi-nition vereinigt sein.
Drittes Kapitel.
Von der Art, die Richtigkeit der Definition zu beweisen.
Also um eine Definition zu widerlegen, muß man sich immerder oben angegebenen Mittel bedienen; wenn cs sich aber umpositive Aufstellung, um Construction der Definition handelt, somuß man zuerst wissen, daß bei den Disputationen gewöhnlichNiemand oder doch nur selten Einer die Definition durch einenSchluß construirt, vielmehr ist es allgemein üblich, gleich mit derDefinition anzufangen, wie z. B. diejenigen thun, welche mit derGeometrie, der Arithmetik und andern Wissenschaften dieser Artsich beschäftigen; sodann ist zu bemerken, daß die genauen Be-stimmungen über das Wesen der Definition und über die Artund Weise, wie sie zu bilden ist, anderswo?) zu untersuchen ist,hier dagegen für unfern augenblicklichen Zweck es genügt zu sagen,daß es möglich ist, für die Definition und das Wesen einer Sacheeinen Schluß zu bilden. Denn wenn Definition eine Bestim-mung ist, welche das eigentliche Wesen einer Sache ausdrückt,wenn die in der Definition angegebenen Prädikate die einzigensind, welche das Wesen der Sache betreffen, — solche Prädikate,welche das Wesen der Sache betreffen, sind Gattung und Unter-schiede — so ergibt sich hieraus, daß eine Bestimmung, welchenur die das Wesen der Sache betreffenden Prädikate und sonstnichts enthält, eben mit Nothwendigkeit eine Definition ist; denneine anderweitige Definition ist nicht denkbar», da es ja keinanderweitiges, das Wesen der Sache betreffendes Prädikat mehrgibt.
Soniit ist klar, daß es möglich ist, für die Definition einenSchluß zu bilden; aus welchen Bestandtheilen aber derselbe ge-bildet werden mnß, ist anderswo genauer angegeben Worden, für
>) VI. >.
2) in der Analytik.