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selten ein; man sieht ncinlich, wenn inan das Eigenthüinliche desaus gleichen Theilen Bestehenden angibt, bald ans das Ganze,bald achtet man nur auf den Theil; in beiden Fällen aber istdie Bestimmung unrichtig. Z. B. wenn man auf das Ganzesteht und sagt, das Eigenthümliche des Meeres sei das, daß esdie größte Masse salzigen Wassers sei, so hat man das Eigen-thümliche von etwas aus gleichen Theilen Bestehendem angegeben,aber etwas, was nicht von dem Theil ausgesagt werden kann,denn das einzelne Meer ist nicht die größte Masse salzigen Was-sers, also ist diese Bestimmung nicht das Eigenthümliche des Mee-res. Andererseits kann man den Theil in's Auge fassen undz. B. sagen, das Eigenthümliche der Luft sei das, daß man sieeinathmen könne; hier hat man das Eigenthümliche von etwasaus gleichen Theilen Bestehendem angegeben, aber etwas, was vonder einzelnen bestimmten Luft gilt, nicht aber von der Luft über-haupt, denn nicht jede Luft ist so, daß man sie einathmen kann,es ist also nicht das Eigenthümliche der Lust richtig angegeben. —Bei der Behauptung muß man darauf sehen, ob das angegebeneEigenthümliche von jedem der einzelnen Theile in der Weise aus-gesagt werden kann, daß es zugleich vom Ganzen gilt; dann istdie Bestimmung trotz den Einwendungen des Gegners richtig.Z. B. da von jeder Erde mit Recht gesagt werden kann, daß sievon Natur nach unten strebe, und dieses Eigenthümliche von dereinzelnen Erde, sofern sie Erde ist, gilt, so ist es richtig als Ei-genthümliches der Erde bezeichnet, daß sie von Natur nach un-ten strebe.
Sechstes Kapitel.
Fortsetzung, mit besonderer Rücksicht auf die verschiedenen Artender Entgegensetzung.
Ferner muß man auf das Gcgenüberstehende die Aufmerk-samkeit richten. Zumeist ist hier das (conträr) Entgegengesetztein's Auge zu fassen. Bei der Widerlegung muß man sehen, obder Gegner das Eigenthümliche des Gegenstandes so angibt, daßdabei das entgegengesetzte Eigenthümliche dem entgegengesetzten Ge-