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einen Vorwand zu einer Ausstellung geben. Z. B. wenn manals Eigentümliches eines gewissen Menschen angibt, daß er beieinem Gewissen sitze, so ist nur das für den Augenblick geltendeEigentümliche angegeben, und es ist also die Bestimmung desEigentümlichen nicht richtig, wenn doch dieß nicht ausdrücklichbemerkt ist.
Für die Behauptung aber muß man darauf merken, ob beiAufstellung des jetzt geltenden Eigentümlichen ausdrücklich be-merkt ist, daß eben das jetzt geltende Eigentümliche gemeint ist;dann ist nemlich in dieser Beziehung das Eigentümliche richtigbestimmt. Z. B. wenn man sagt, das Eigentümliche eines gewis-sen Menschen bestehe darin, daß er jetzt spazieren gehe, so istdiese Bestimmung „jetzt" ausdrücklich hinzugcfügt, und es ist alsodas Eigentümliche richtig angegeben.
Ferner mnß man bei der Widerlegung darauf sehen, ob alsEigentümliches etwas der Art angegeben ist, daß cs nur aufdem Weg der sinnlichen Wahrnehmung als vorhanden erkanntwerden kann; in diesem Fall ist nemlich das Eigentümliche nichtrichtig bestimmt. Alles nemlich, was sinnlich wahrnehmbar ist,wird unklar, sobald es aus dem Kreis der sinnlichen Wahrneh-mung hinanstritt; es ist nemlich nicht zu sehen, ob es dann nochzukommt, weil es ja nur durch sinnliche Wahrnehmung erkanntwird. Dreß stellt sich als richtig heraus bei dem, was nichtnotwendig immer einer Sache zukommt. Z. B. wenn mansagt, der Sonne sei das eigentümlich, daß sie ein Gestirn sei,welches über die Erde sich bewege, und zwar das glänzendste, sohat man mit der Bestimmung „über die Erde hin sich bewegen"etwas angegeben, was durch die sinnliche Wahrnehmung erkanntwird, und es ist sonach das Eigentümliche der Sonne nicht rich-tig bestimmt, cs wird nemlich unklar sein, sobald die Sonne un-tergeht, ob sie über die Erde hin sich bewegt, weil uns dann diesinnliche Wahrnehmung fehlt. Bei der Behauptung aber fragtcs sich, ob das angegebene Eigentümliche von der Art ist, wasnicht durch sinnliche Wahrnehmung erkannt wird oder was zwarGegenstand sinnlicher Wahrnehmung ist, aber als notwendig zu-kommend sich darstellt; dann ist in dieser Beziehung das Eigen-