eine Seele habe, so ist kein allgemeiner Ausdruck gebraucht, undes ist also auf diese Weise das Eigenthümliche des Thiers richtigangegeben.
Ferner muß man bei der Widerlegung Acht haben, ob nichtmehrere eigenthümliche Bestimmungen über eins und dasselbe auf-gestellt sind, ohne ausdrückliche Angabe, daß es mehrere sind; indiesem Fall ist nemlich das Eigenthümliche nicht richtig bestimmt.Denn wie bei den Definitionen außer der das Wesen ausdrücken-den Bestimmung nichts weiteres hinzugefügt werden darf, so darfman bei der Angabe des Eigenthüinlichen außer der Bestimmung,welche eben das Eigenthümliche enthält, nichts weiter hinzusehen;denn ein solcher Zusatz ist unnütz. Z. B. wenn man als Eigen-thümliches des Feuers angibt, es sei der feinste und leichteste Kör-per, so hat man damit mehrere Bestimmungen über das Eigen-thümliche gegeben (denn beides läßt sich nur vom Feuer in rich-tiger Weise aussagen), und es ist also auf diese Weise dasEigenthümliche des Feuers nicht richtig angegeben. Bei der Be-hauptung muß man darauf sehen, ob nicht mehrere eigenthümlicheMerkmale von Einem und demselben angegeben sind anstatt eineseinzigen; nur wenn bloß Eines angegeben ist, ist die Bestimmungrichtig. Z. B. wenn man sagt, dem Feuchten sei das eigenthüm-lich, daß es ein Körper sei, welcher in jede Form sich bringenlasse, so ist damit nur Ein Eigenthümliches angegeben, nichtmehrere, und es ist also in dieser Beziehung das Eigenthümlichedes Feuchten richtig bestimmt.
Drittes Kapitel.
Fortsetzung.
Ferner bei der Widerlegung muß man darauf Acht haben,ob dasjenige selber, dessen Eigenthümliches bestimmt wird, beidieser Bestimmung verwendet ist oder etwas von dein, was dazugehört '); in diesem Fall ist nemlich das Eigenthümliche nicht rich-
') Was sich wie Art zur Gattung verhält.