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Relation steht, wie z. B. das Entgegengesetzte nicht im Entgegen-gesetzten und das Wissen nicht im Gegenstand des Wissens, wennnicht etwa Gegenstand des Wissens die Seele oder der Menschist. Hier muß man nun untersuchen, ob man nicht etwas vonder und der Beschaffenheit in eine Gattung setzt, welche nicht vonder und der Beschaffenheit ist; z. B. wenn man sagt, das Ge--dächtniß sei ein Beharren des Wissens. Jedes Beharren ist nem-lich in und an dem Beharrenden, also auch das Beharren desWissens ist im Wissen. Das Gedächtniß wäre also im Wissen,da es ja ein Beharren des Wissens ist; dieß ist aber nicht mög-lich, denn das Gedächtniß ist immer in der Seele. Es ist aberder genannte Gesichtspunkt auch für das Accidentelle zu gebrauchen,es inacht nemlich keinen Unterschied, ob man sagt, das Beharrensei Gattung des Gedächtnisses, oder ob man sagt, es komme ihmzu; ist nemlich das Gedächtniß so oder so ein Beharren desWissens, so wird der gleiche Gesichtspunkt immer darauf zu-trcffeu.
Fünftes Kapitel.
Weitere Bemerkungen über das Verhältniß von Art und Gattung.
Ferner muß man darauf sehen, ob die Zuständlichkcit derThätigkeit (Aktualität) zugewiesen ist oder die Thätigkeit der Zu-ständlichkeit, wie z. B. wenn man sagt, die sinnliche Wahrneh-mung sei körperliche Bewegung; die sinnliche Wahrnehmung istnemlich Zuständlichkeit, die Bewegung aber Thätigkeit. Ebensoist cs auch, wenn man sagt, das Gedächtniß sei eine Zuständlich-keit, welche die Vorstellung festhalte; denn kein Gedächtniß istZuständlichkeit, es ist vielmehr Aktualität.
Einen Fehler begeht man sodann, wenn man die Zuständ-lichkeit dem damit verbundenen Vermögen (Potenz) zuweist, wiewenn man sagt, die Sanftmuth sei Beherrschung des Zorns, dieTapferkeit und die Gerechtigkeit seien Beherrschung der Furchtresp. der Selbstsucht; denn der Tapfere und der Gerechte hat vonplchcn Affekten gar nichts zu leiden, der aber, welcher sie he-