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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Diese verschiedeucn Arten der Betrachtung sind zu verwendenfür die Widerlegung; trifft ncmlich das Angegebene nicht zu, soist damit klar, daß die ausgestellte Gattung nicht richtig ist; fürdie Behauptung aber gibt es drei Gesichtspunkte: erstens ob dasder Art Entgegengesetzte zu der angegebenen Gattung gehört, ohnedaß der Gattung etwas entgegengesetzt ist; ist nemlich das Ent-gegengesetzte in dieser Gattung, so natürlich auch das, um wases sich handelt; ferner fragt es sich, ob das Mittlere in der ange-gebenen Gattung ist; wohin nemtich das Mittlere gehört, dahingehören auch die Außcngliedcr. Ferner: wenn der Gattung etwasentgegengesetzt ist, so muß man sehen, ob auch das Entgegengesetztein der entgegengesetzten Gattung ist; ist dieß der Fall, so ist klar,daß auch dasjenige, um welches es sich handelt, in der ange-gebenen Gattung ist.

Ferner bei den Ableitungsformen und dem Begriffsverwand-ten muß man sehen, ob sie in gleicher Weise Zusammengehen,beim Widerlegen und Behaupten. Denn es muß etwas zugleichEinem und Allem zukommen oder nicht znkommen, z. B. wenndie Gerechtigkeit ein Wissen ist, so geschieht auch das, was ansgerechte Weise geschieht, auf wissentliche Weise und der Gerechteist ein Wissender; ist aber hievon etwas nicht richtig, so auch allesandere nicht.

Viertes Kapitel.

Weitere Bemerkungen zur Auffindung von Art und Gattung.

Ferner muß man ins Auge fassen dasjenige, was im gleichenVerhältniß zu einander steht, wie z. B. das Angenehme zumVergnügen sich ebenso verhält, wie das Nützliche znm Guten; inbeiden Fällen ist ncmlich je das erstere das Bewirkende. Ist nundas Vergnügen wesentlich gut, so wird auch das Angenehmewesentlich nützlich sein; es ist nemlich klar, daß es etwas Gutesbewirkt, da ja das Vergnügen etwas Gutes ist. Ebenso ist esauch beim Werden und Vergehen, z. B. wenn das Bauen einThätigsein ist, so ist Gebaut haben ein Thätig gewesen sein, und

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