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den Begriff desjenigen annehmen '), welches in der Gattung ent-halten sein soll. Es ist nun klar, daß die Arten Theil nehmenan den Gattungen, nicht aber die Gattungen an den Arten; dieArt nemlich nimmt den Begriff der Gattung an, nicht aber dieGattung den Begriff der Art. Man muß also untersuchen, obdie aufgestellte Gattung an der Art wirklich Theil nimmt oderTheil nehmen kann, z. B. wenn man etwa irgend eine Gattungfür das Seiende oder das Eins aufstellen wollte: in diesem Fallergibt sich, daß die Gattung Theil nimmt an der Art, denn vonAllem, was ist, wird das Seiende und das Eins ausgesagt, alsoauch der Begriff davon.
Ferner: ob von einem Ding die aufgestellte Art in Wahr-heit ausgesagt wird, nicht aber die Gattung, wie z. B. wenn dasSeiende oder das Wißbare als Gattung des Vorstellbaren auf-gestellt wurde. Das Vorstellbare kann nemlich vom Nichtseiendenausgesagt werden, indem ja vieles nicht Seiende vorstellbar ist.Daß aber das Seiende oder das Wißbare nicht ausgesagt wirdvom Nichtseienden, ist klar; also ist das Seiende so wenig alsdas Wißbare Gattung des Vorstellbaren; denn von dem, vonwelchem die Art ausgesagt wird, muß auch die Gattung ausge-sagt werden.
Ferner: ob es möglich ist, daß das unter der Gattung Be-griffene an keiner von den Arten Theil nehme; es ist nemlichunmöglich, daß etwas, was an keiner von den Arten Theil nimmt,an der Gattung Theil nehme, wenn es nicht eine Art ist, welchevermittelst der ersten Eintheilung zu Stande kommt; diese nemlichhaben allein Theil an der Gattung. Wenn also die Bewegungals Gattung der Luft bezeichnet wird, so muß man untersuchen,ob die Luft weder ein Umschwung noch ein Anderswerden nochsonst eine von den aufgestellten Bewegungen ist; es ist nemlichklar, daß sie nicht Wohl an irgend einer solchen Art Theil nehmenkann, also auch nicht an der Gattung, da es ja nothwendig ist,daß das, was an der Gattung Theil nimmt, auch an irgend einervon den Arten Theil nimmt; also kann die Luft nicht wohl eine
') Als Prüdilat.